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	<title>Gräber | Melaten-Friedhof</title>
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	<description>Förderverein Melaten e.V.</description>
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	<title>Gräber | Melaten-Friedhof</title>
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		<title>Adele Rautenstrauch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 01:14:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Adele Rautenstrauch, geborene Joest, ist die Ehefrau des Kommerzienrates Eugen Rautenstrauch (1842 bis 1900). Adeles Bruder wiederum ist ein renommierter Ethnologe. Die Joests gehören zum wohlhabenden Bürgertum und machen ihr Geld im Stahl- und Zuckerhandel. Als Prof. Dr. Wilhelm Joest 1897 stirbt, vermacht er seiner einzigen Schwester eine 3.400 Stücke umfassende Sammlung an »völkerkundlichen Gegenständen«. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Adele Rautenstrauch, geborene Joest, ist die Ehefrau des Kommerzienrates Eugen Rautenstrauch (1842 bis 1900). Adeles Bruder wiederum ist ein renommierter Ethnologe. Die Joests gehören zum wohlhabenden Bürgertum und machen ihr Geld im Stahl- und Zuckerhandel.</p>



<p>Als Prof. Dr. Wilhelm Joest 1897 stirbt, vermacht er seiner einzigen Schwester eine 3.400 Stücke umfassende Sammlung an »völkerkundlichen Gegenständen«. »Völkerkunde« hat im Europa der Kolonialmächte Konjunktur. Wohl keine Stadt in Mitteleuropa, die sich nicht ein Haus voller Masken, Plastiken und Idole leistet. Vor dem Hintergrund des nicht mehr ideologiefreien »Volksbegriffs« spricht man heute nicht mehr von »Völkerkunde«, sondern von Ethnologie – oder im Kölner Fall vom »Haus der Kulturen«.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Von den Indianern Nord- und Südamerikas, von den eingeborenen Stämmen des afrikanischen und des australischen Kontinentes, von den alten Kultur- völkern Asiens, kurzum aus der ganzen Welt wußte Joest mit großem Geschick auf allen möglichen We- gen das zusammenzutragen, was für das Leben und die Gewohnheiten der verschiedenen Völkerschaften von typischem Interesse ist.</p><cite>Auszug aus der Eröffnungsrede 1906</cite></blockquote>



<p>Bereits 1899 schenken Frau und Herr Kommerzienrat Rautenstrauch die Sammlung der Stadt Köln.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1920" height="1440" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/Familie-Rautenstrauch-Melaten-Friedhof-Grab-1920x1440.jpg" alt="" class="wp-image-1657" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/Familie-Rautenstrauch-Melaten-Friedhof-Grab-1920x1440.jpg 1920w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/Familie-Rautenstrauch-Melaten-Friedhof-Grab-350x263.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/Familie-Rautenstrauch-Melaten-Friedhof-Grab-768x576.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/Familie-Rautenstrauch-Melaten-Friedhof-Grab-1536x1152.jpg 1536w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/Familie-Rautenstrauch-Melaten-Friedhof-Grab.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p>Es entsteht die Idee, die exotischen Stücke in einem Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Oftmals wird Eugen Rautenstrauch als Initiator des Museumsbaus genannt. Tatsache ist, dass Adele Rautenstrauch nach dem Tode ihres Mannes das sicherlich gemeinsam beschlossene Projekt tatkräftig und federführend weiterverfolgt. Von daher gilt sie uns als Gründerin des Museums.</p>



<p>1901 stiftet Adele Rautenstrauch zum Andenken an ihren verstorbenen Mann erstmalig 250.000 Reichsmark Startkapital. Aber bis 1906 wartet die Sammlung auf ein repräsentatives Gebäude. Die Sammlung ist zunächst im Stapelhaus am Rhein und im Bayenturm untergebracht.</p>



<p>Nochmals stiftet Adele in ihrem Todesjahr 1903 Kapital zum Bau des Hauses. Am 12. November 1906 wird es feierlich eröffnet. Das Gebäude am Ubierring steht noch heute, die Sammlung aber bezieht gerade in Neumarktnähe endlich ihren Neubau.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/adele-rautenstrauch/">Adele Rautenstrauch</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Albert Richter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2019 14:45:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="381" height="500" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Albert-Richter-Wikipedia.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Albert-Richter-Wikipedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Albert-Richter-Wikipedia.jpg 381w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Albert-Richter-Wikipedia-350x459.jpg 350w" sizes="(max-width: 381px) 100vw, 381px" /></div><p>Maßgeblich beteiligt an seinen Triumphen ist der Trainer, Radsport-Manager und Journalist Ernst Berliner, er ist jüdischer Herkunft. Die Beziehung zwischen Albert „Teddy“ Richter und seinem Mentor ist sehr eng. Der Biografin Renate Franz sagte Berliners Tochter Doris einmal: „Albert war der Sohn, den mein Vater nie hatte.“ (Zitiert nach der Jüdischen Allgemeinen, Online-Ausgabe, vom 11.10.17)&#160; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="381" height="500" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Albert-Richter-Wikipedia.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Albert-Richter-Wikipedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Albert-Richter-Wikipedia.jpg 381w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Albert-Richter-Wikipedia-350x459.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px" /></div><p>Maßgeblich beteiligt an seinen Triumphen ist der Trainer, Radsport-Manager und Journalist Ernst Berliner, er ist jüdischer Herkunft. Die Beziehung zwischen Albert „Teddy“ Richter und seinem Mentor ist sehr eng. Der Biografin Renate Franz sagte Berliners Tochter Doris einmal: „Albert war der Sohn, den mein Vater nie hatte.“ (Zitiert nach der Jüdischen Allgemeinen, Online-Ausgabe, vom 11.10.17)&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="1200" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Stolperstein_Albert_Richter-Wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-483" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Stolperstein_Albert_Richter-Wikipedia.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Stolperstein_Albert_Richter-Wikipedia-350x350.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Stolperstein_Albert_Richter-Wikipedia-150x150.jpg 150w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Stolperstein_Albert_Richter-Wikipedia-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Albert Richter ist Gegner der Nazis, er hebt nicht den Arm zum Hitlergruß und weigert sich, ein Trikot mit dem Hakenkreuz zu tragen. Ernst Berliner emigriert in die Niederlande, Richter bleibt ihm treu. Am 1. September 1939, dem ersten Tag des Zweiten Weltkriegs, schreibt er: „Ich bin ein Deutscher, aber für Deutschland kann ich nicht kämpfen, wenn es sich gegen Frankreich wendet.“ Er gewinnt noch den Großen Preis von Berlin am 9. Dezember 1939, plant dann aber seine Flucht in die Schweiz. Er näht 12.700 Reichsmark in den Reifen seines Rennrades ein und fährt mit dem Zug in Richtung Süden. Er wird verraten. Peter Steffes, ebenfalls Radrennfahrer, Freund und Konkurrent Richters, inzwischen erfolgslos, dient sich der Gestapo an und enthüllt Teddys Fluchtplan. Im Grenzbahnhof Weil am Rhein holt die Gestapo Richter aus dem Zug. Sie verschleppen ihn ins Gefängnis von Lörrach, wo er ein paar Tage später stirbt: „Selbstmord durch Erhängen“ heißt es im Totenbuch der Stadt. Tatsächlich war er von der Gestapo ermordet worden. Das geschah am 2. Januar 1940.</p>



<p>Die alte Radrennbahn in Köln-Müngersdorf wurde 1996 nach Albert Richter benannt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Albert_Richter-Wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-482" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Albert_Richter-Wikipedia.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Albert_Richter-Wikipedia-350x467.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/albert-richter/">Albert Richter</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Alfred Biolek</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 09:33:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="967" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004.jpeg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004.jpeg 847w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004-331x500.jpeg 331w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004-768x1161.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Alfred Bioleks Leben zeichnet sich durch eine gewaltige Bandbreite aus. Zunächst trat er in die Fußstapfen seines Vaters, eines Rechtsanwalts, und studierte Jura. Seine erstes juristisches Staatsexamen war das drittbeste seines Jahrgangs in Baden-Württemberg. Er promovierte über das interessante Thema «Die Schadensersatzpflicht des Verkäufers und des Herstellers mangelhafter Waren nach englischem Recht». Bis dahin sah [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="967" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004.jpeg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004.jpeg 847w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004-331x500.jpeg 331w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-2004-768x1161.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Alfred Bioleks Leben zeichnet sich durch eine gewaltige Bandbreite aus. Zunächst trat er in die Fußstapfen seines Vaters, eines Rechtsanwalts, und studierte Jura. Seine erstes juristisches Staatsexamen war das drittbeste seines Jahrgangs in Baden-Württemberg. Er promovierte über das interessante Thema «Die Schadensersatzpflicht des Verkäufers und des Herstellers mangelhafter Waren nach englischem Recht». Bis dahin sah alles nach einem bürgerlichen Leben aus. Allerdings: Als Student war er Mitgründer des Kabaretts «Das trojanische Pferdchen» – ein früher Hinweis auf seine kreativen Gene! </p>



<p>Beim ZDF stieg er 1963 in der Rechtsabteilung als Justiziar ein. Bald aber moderierte er Sendungen und wechselte zur Bavaria Film. Er tauchte in künstlerische Milieus ein, lernte Rainer Werner Fassbinder kennen, produzierte Rudi Carrells «Am laufenden Band». </p>



<p>Bundesweit bekannt und beliebt wurde er als Talkmaster, einem damals noch ganz jungen Format. Dass diese öffentliche Gesprächsform ihm auf den Leib geschrieben war, konnte man den Titeln entnehmen: Hieß die Sendung anfangs noch «Kölner Treff», mutierte sie später zu «Bios Bahnhof», «Boulevard Bio» und dann ganz einfach zu: «Bei Bio». </p>



<p>«alfredissimo» hieß die ebenfalls höchst erfolgreiche Kochsendung, in der Biolek mit prominenten Gästen kochte, Weine verkostete und plauderte. </p>



<p>1991 wurde Biolek von dem Filmemacher Rosa von Praunheim als schwul geoutet. Das hatte ihn zunächst sehr geärgert, später hat er Praunheim aber verziehen, weil sein Outing vielen Menschen geholfen habe, sich zu bekennen. </p>



<p>Biolek wurde in der Grabstätte seines Freundes, des Fotografie-Sammlers L. Fritz Gruber, beigesetzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="1280" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-Grab-Melaten-Friedhof.jpeg" alt="" class="wp-image-1960" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-Grab-Melaten-Friedhof.jpeg 960w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-Grab-Melaten-Friedhof-350x467.jpeg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Alfred-Biolek-Grab-Melaten-Friedhof-768x1024.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/alfred-biolek/">Alfred Biolek</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Anton Räderscheidt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 01:28:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Anton Räderscheidts Malerei wird zumeist der so- genannten »Neuen Sachlichkeit« zugeordnet. Dabei finden sich in seinen Gemälden ebenso Anklänge zu Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Räderscheidt ist vielschichtig und in keine Schublade zu stecken. Räderscheidts Malerei durchlebt entscheidende Wendungen. Viele Maler loten die Möglichkeiten zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion aus – auch er leistet seinen Beitrag in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Anton Räderscheidts Malerei wird zumeist der so- genannten »Neuen Sachlichkeit« zugeordnet. Dabei finden sich in seinen Gemälden ebenso Anklänge zu Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Räderscheidt ist vielschichtig und in keine Schublade zu stecken. Räderscheidts Malerei durchlebt entscheidende Wendungen. Viele Maler loten die Möglichkeiten zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion aus – auch er leistet seinen Beitrag in diesem spannungsreichen Entwicklungsfeld.</p>



<p>Seine figürlichen Arbeiten aus den 1920ern wirken kühl (eben »sachlich«) und erinnern zuweilen an Magritte. In den 1930ern kommt ein dynamischer Duktus hinzu. Alles ist schwingend, die Farben erscheinen nun rhythmisch. In den späten 1950ern Jahren wird sein Werk entschieden abstrakter.</p>



<figure class="wp-block-image size-full farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="2000" height="2250" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc.jpg" alt="" class="wp-image-1659" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc.jpg 2000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc-350x394.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc-1422x1600.jpg 1422w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc-768x864.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc-1365x1536.jpg 1365w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/01/anton-raederscheidt-strasse-1929-pic-by-bernard-blanc-1820x2048.jpg 1820w" sizes="auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></figure>



<p>Als Soldat wird Räderscheidt im 1. Weltkrieg schwer verwundet. Nach 1918 arbeitet er als freier Künstler in Köln und hält Kontakt zu vielen namhaften Kollegen, wie Max Ernst, Hans Arp und Theodor Baargeld. Er ist entscheidend beteiligt am rheinischen Kunstleben der 1920er Jahre.</p>



<p>Die Nazi-Zeit zwingt ihn zur Emigration nach Paris. 1934 beginnt eine Periode in ständiger Flucht. Räderscheidt wird mehrmals von der mit Deutschland kooperierenden Vichy-Regierung interniert. Einmal flüchtet er gemeinsam mit Max Ernst aus einem Zug, der ihn nach Deutschland bringen soll. Zeitweise lebt er in der Schweiz. Nach Kriegsende kommt er in einem Pariser Hotel unter, muss aber feststellen, dass seine Gemälde verschwunden sind. Als er die Hotelrechnung nicht mehr bezahlen kann, reist er heimlich ab. Mit einem VW Käfer fährt Oswald Maria Ungers 1950 nach Paris, bezahlt dort im Auftrag Räderscheidts die Rechnung und bringt die verbleibenden Bilder des Malers zurück nach Köln. Ungers, der heute berühmte Architekt (ebenfalls auf Melaten bestattet), ist damals noch Student.</p>



<p>Bis zu seinem Tode 1970 arbeitet Räderscheidt in Köln. Seine Werke sind heute in wechselnden Ausstellungen auch im Museum Ludwig zu sehen.</p>



<p>Im Jahre 2009 wurde seine Grabstätte auf Melaten versehentlich abgeräumt. Der Fehler ist allerdings vom Freundeskreis Melaten (u.a.) bemerkt worden. Es wird ein neues Grab entstehen.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/anton-raederscheidt/">Anton Räderscheidt</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Arno Faust</title>
		<link>https://melatenfriedhof.de/grab/arno-faust/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2021 01:51:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Gitarre, ein Rabe und eine Hand mit einer Zeichenfeder zieren seine Grabstelle – eine der eindrucksvollsten Grabstätten auf Melaten zeigt symbolhaft den Charakter und das Leben Arno Fausts. Arno Faust war Künstler: Zeichner, Karikaturist, Sänger. Und vor allem: Lebenskünstler. Er lebte intensiv und starb früh, mit 65. Dieter Höss, der satirische Dichter, der im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gitarre, ein Rabe und eine Hand mit einer Zeichenfeder zieren seine Grabstelle – eine der eindrucksvollsten Grabstätten auf Melaten zeigt symbolhaft den Charakter und das Leben Arno Fausts.</p>



<p>Arno Faust war Künstler: Zeichner, Karikaturist, Sänger. Und vor allem: Lebenskünstler. Er lebte intensiv und starb früh, mit 65. Dieter Höss, der satirische Dichter, der im Kölner Stadt-Anzeiger viele Jahre seine Gedichte veröffentlichte, textete über Faust:</p>



<pre class="wp-block-verse">Als sie ihn auf Melaten
begruben, tat sich der Himmel auf,
die Wunderkerzen wollten
nicht brennen, die Trauernden
wurden klatschnass.
Da hatte der Arno nochmal
Seinen Spaß.
<em>(zitiert nach Detlev Rick, Gräber erzählen Stadtgeschichte, S. 190)</em></pre>



<p>Die Trauergemeinde war nicht nur groß – 500 waren dabei – sie war auch heterogen: »Die meisten kamen mit dem Wagen, Halbseidene mit Rolls Royce. Viele fuhren mit der KVB vor. Haltestelle Melaten.« (Ayhan Demirci, Melaten. Mythos und Legenden, S. 92) Dem Rolls Royce sollen angeblich während der Beerdigung die Reifen zerstochen worden sein. Er zeichnete in den 60er Jahren für den Kölner Stadt-Anzeiger, bekannt waren damals seine Pausenstandbilder für die WDR-Übertragungen aus&nbsp;dem Millowitsch-Theater in Köln. Der Rabe tauchte in vielen seiner Bilder auf.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Arno-Faust-Melaten-Friedhof-Koeln.jpg" alt="Arno-Faust-Melaten-Friedhof-Koeln" class="wp-image-1295" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Arno-Faust-Melaten-Friedhof-Koeln.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Arno-Faust-Melaten-Friedhof-Koeln-350x467.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Arno-Faust-Melaten-Friedhof-Koeln-768x1024.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Arno-Faust-Melaten-Friedhof-Koeln-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Schüchtern war er weiß Gott nicht. Eines Tages kreuzte er beim Anwesen des surrealistischen Malers Salvador Dalí auf – Faust wollte ihn malen. Dalí stimmte zu und saß ihm Modell. Angeblich habe er Faust nichts zu trinken angeboten – »Geizhals« schimpfte ihn der Karikaturist.&nbsp;</p>



<p>Auch politisch nahm er kein Blatt vor den Mund: Im Moskauer Hotel Metropol, in dem unter Stalin kommunistische Dissidenten interniert waren, sang er inmitten des Kalten Krieges amerikanische Lieder. Arm war er immer. Seinen Freunden erzählte er mitunter das Gegenteil: Er habe eine Doppelrolle in einem polnischen Film angeboten bekommen, 100.000 DM Gage. Bei der Abreise zu den Dreharbeiten feierten seine Freunde mit ihm. Faust stieg aber schon in Düsseldorf aus: »Alles nur Spaß!«</p>



<p>Wenn man sich Arno Faust mal ansehen will, z.B. sein Treffen mit Salvador Dalí oder eine Reihe von Karikaturen, dann kann man <a href="https://www.facebook.com/Arnold-Arno-Faust-Ein-Kölsches-Original-124879847565208/">auf eine Facebook-Seite</a> gehen.</p>



<p>Mehr Anekdoten, z.B. warum er mal im Garten des erzbischöflichen Palais geschlafen hat, und in welchen Kölschen Kneipen auch heute noch Bilder von ihm hängen, kann man in einem <a href="http://www.ksta.de/das-comeback-eines-originals-13753736">Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers vom 29.2.2008</a> nachlesen.</p>



<p>Wenn man das Interview liest, das der Kölner Künstler und Schriftsteller Jürgen Raap mit Faust geführt hat, dann hört man geradezu den kölschen Tonfall durch, wenn er erzählt, dass er sich die Küste Irlands auf Karton gemalt hat – kein Geld, sich das Original anzusehen! <a href="http://www.suedwesten.de/maria-graef/arno-faust.htm">Und dann ab mit dem Bild an den Aachener Weiher und sich nach Irland träumen…</a></p>



<p>In seinen letzten Lebensjahren wurde er sehr wunderlich, sprach dem Alkohol mehr zu als seiner Leber guttat. Seine Freunde sammelten in seiner Stammkneipe ›Kleine Glocke‹ für seinen Sarg. Zufällig kam er des Weges, trank an der Theke im Angesicht seiner erstarrten Kumpane ein Kölsch und verschwand wieder. Bald dann auch für immer.&nbsp;</p>



<p>Auf seinem Grab lag ein Kranz mit einer Schleife: »Für Benno – von Arno.« Benno Swienty, bei der Beerdigung quicklebendig, war Chef der Heimatbühne »Kumede« und meinte: »Da kann ich mich ja gleich danebenlegen!«&nbsp;</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/arno-faust/">Arno Faust</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>August Sander</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 02:53:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="849" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-1206x1600.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-1206x1600.jpg 1206w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-350x464.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-768x1019.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-1158x1536.jpg 1158w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei.jpg 1508w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Er ist wohl gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen einer der bekanntesten Westerwälder überhaupt: August Sander. Der Ehrenbürger seiner Heimatstadt Herdorf prägt die Geschichte der Fotografie, kaum eine wichtige Darstellung der Fotografie-Geschichte kommt ohne ihn aus. Sander ist ein Vorbild für Künstlergenerationen: Sein Porträtprojekt »Menschen des 20. Jahrhunderts« (eine Leitidee des Fotografen, die er bis zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="849" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-1206x1600.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-1206x1600.jpg 1206w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-350x464.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-768x1019.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei-1158x1536.jpg 1158w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/August-Sander-Melaten-Friedhof-Koeln-Gemeinfrei.jpg 1508w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Er ist wohl gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen einer der bekanntesten Westerwälder überhaupt: August Sander. Der Ehrenbürger seiner Heimatstadt Herdorf prägt die Geschichte der Fotografie, kaum eine wichtige Darstellung der Fotografie-Geschichte kommt ohne ihn aus.</p>



<p>Sander ist ein Vorbild für Künstlergenerationen: Sein Porträtprojekt »Menschen des 20. Jahrhunderts« (eine Leitidee des Fotografen, die er bis zu seinem Tod immer wieder überarbeitete) wird zu einem facettenreichen Spiegel der Zeit in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Er gilt bis heute als Vorbild für nachfolgende Künstlergenerationen. Seine Motive sind Alltagssituationen, Bauern auf dem Feld oder unterwegs zum sonntäglichen Tanz, Straßenbauarbeiter, Familienfeste, das Kartenspiel in der Dorfwirtschaft. »Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Photographie«, so eine Feststellung Friedrich Dürrenmatts. Genau diese Kunst finden wir bei Sander.</p>



<p>Genaueste Beobachtung von Gestik, Handhaltung und Umgebung prägen seine Arbeiten. Experten würdigen Sander besonders für seine direkte und klare Bildsprache. »Nichts schien mir geeigneter zu sein, als durch die Photographie in absoluter Naturtreue ein Zeitbild unserer Zeit zu geben«, so Sander 1927 über seine Darstellungen. Dabei setzt er geschickt und im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen seiner Zeit überaus gekonnt das jeweilige Lebensumfeld als Schauplatz oder Hintergrund seiner Bilder ein. So strahlen die Menschen Glanz aus in einer Zeit, die alles andere als glänzend war.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="399" height="443" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/Gedenktafel_August_Sander.jpg" alt="" class="wp-image-1887" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/Gedenktafel_August_Sander.jpg 399w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/11/Gedenktafel_August_Sander-350x389.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption>Gedenktafel in Köln-Lindenthal, Dürenerstr. 201, wo August Sander von 1911 bis 1944 lebte</figcaption></figure>



<p>Mit Hilfe eines Onkels kauft Sander seine erste professionelle Fotoausrüstung, nach der Ausbildung in Trier begiebt er sich auf Wanderschaft, ist Gasthörer der Kunstakademie Dresden und arbeitet in Linz. 1910 eröffnet er in Lindenthal an der Bachemer Str. ein Atelier. Ab 1920 erfolgt ein intensiver Austausch mit den Malern Seiwert und Hoerle. Gruber machte Sander durch die Ausstellung auf der Photokina schlagartig bekannt, 1955 nimmt er an der Wanderausstellung »Family of Man« teil und gilt als einer der bedeutendsten Fotografen weltweit. Bereits sein von Tucholsky und Benjamin gerühmter Band »Antlitz der Zeit« stellt ein Gesellschaftsporträt dar, das den einzelnen Menschen zu typisieren versuchte. Sander ist ein Verfechter der »exakten Fotografie«, um ein kunst- und kulturgeschichtlich gültiges Portrait der Menschen seiner Zeit zu schaffen.</p>



<p>Die größte Sammlung der Werke Sanders befindet sich bei der SK Stiftung Kultur der Sparkasse Köln/Bonn.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab-August-Sander-Wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-484" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab-August-Sander-Wikipedia.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab-August-Sander-Wikipedia-350x263.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab-August-Sander-Wikipedia-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/august-sander/">August Sander</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Bernard Schultze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 02:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachricht]]></category>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="603" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-1698x1600.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bernard-Schultze-1968-Wikipedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-1698x1600.jpg 1698w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-350x330.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-768x724.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-1536x1447.jpg 1536w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Mit Bernard Schultze liegt ein Maler und Bildhauer von Weltruf auf Melaten. Vielleicht ist es kein Zufall, dass er nicht weit entfernt von seinem etwas älteren und nicht weniger berühmten Kollegen Ernst Wilhelm Nay die letzte Ruhe gefunden hat. Was ihre Stellung in der Kunstgeschichte angeht, sind Nay und Schultze unbestritten die berühmtesten Künstler auf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="603" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-1698x1600.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bernard-Schultze-1968-Wikipedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-1698x1600.jpg 1698w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-350x330.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-768x724.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia-1536x1447.jpg 1536w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Bernard-Schultze-1968-Wikipedia.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Mit Bernard Schultze liegt ein Maler und Bildhauer von Weltruf auf Melaten. Vielleicht ist es kein Zufall, dass er nicht weit entfernt von seinem etwas älteren und nicht weniger berühmten Kollegen Ernst Wilhelm Nay die letzte Ruhe gefunden hat. Was ihre Stellung in der Kunstgeschichte angeht, sind Nay und Schultze unbestritten die berühmtesten Künstler auf Melaten.</p>



<p>Schultze studiert an der Hochschule für Kunsterziehung in Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf. Später zieht er nach Frankfurt. 1952 gründet er zusammen mit Karl Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz die Künstlergruppe Quadriga, die Kerngruppe der deutschen informellen Malerei. Ziel der informellen Maler ist die Lösung von Figürlichem – bei gleichzeitiger Ablehnung einer zu formalistischen Abstraktion. Schultzes Bilder werden daher oft als lyrisch-abstrakt bezeichnet, Anklänge zu Action Painting und Tachismus (Emil Schumacher) sind vorhanden. 1955 heiratet er die Malerin Ursula Bluhm und siedelt mir ihr einige Jahre später nach Köln um.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1535" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/bernard-schultze-nach-eigen-regen-1999.jpg" alt="bernard-schultze-nach-eigen-regen-1999" class="wp-image-1481" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/bernard-schultze-nach-eigen-regen-1999.jpg 1920w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/bernard-schultze-nach-eigen-regen-1999-350x280.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/bernard-schultze-nach-eigen-regen-1999-768x614.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/bernard-schultze-nach-eigen-regen-1999-1536x1228.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption>Bernard Schultze, nach eigen Regen, 1999</figcaption></figure>



<p>Als Schultze in Köln im hohen Alter von 89 Jahren an einer Lungenentzündung stirbt, hinterlässt er ein umfangreiches Werk. Besonders die späten Bilder gelten als Summe seiner Kunst. Er ist der letzte große Vertreter der abstrakten Malerei im Deutschland der Nachkriegszeit.&nbsp;</p>



<p>Manche mögen seine Schau vor einigen Jahren im Museum Ludwig noch in Erinnerung haben. Dort waren vor allem großformatige Zeichnungen in Bleistift und Tusche zu bewundern.&nbsp;</p>



<p>Eigentümlich anmutende Welten, in denen das Auge stundenlang spazieren gehen kann, gehören zum Markenzeichen des Künstlers. Seine recht bunten Ölbilder sind feingliedrige Ansammlungen unterschiedlichster Strukturen. Im Wurzelwerk der Striche und Linien kann man sich verlaufen, um langnasige Kobolde zu entdecken oder Wesen mit Hühnerfüßen. Manchmal werden die Gebilde wieder bloße Form ohne Anleihe in der Wirklichkeit.&nbsp;</p>



<p>Schultzes Arbeiten zeichnen sich durch eine gekonnte Verschachtelung von Makro- und Mikrokosmen aus, zwischen denen der Betrachter mit ein wenig Übung lustvoll herumspringt. Aufsehen erregt eine Werkreihe in den 1960ern, die sogenannten »Migofs«. Der Künstler gestaltet eine ganze Reihe dieser mit Papier und Kleister überzogenen Drahtgebilde, die zu sehr umfangreichen Raumarrangements anwachsen können.&nbsp;</p>



<p>Schultze ist dreimaliger DOCUMENTA-Teilnehmer (1959 / 1964 / 1977) und Träger zahlreicher Kunstpreise. Seine Werke sind in den vielen namhaften Museen zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="951" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ursula_und_Bernard_Schultze-Grab-Wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-488" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ursula_und_Bernard_Schultze-Grab-Wikipedia.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ursula_und_Bernard_Schultze-Grab-Wikipedia-350x277.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ursula_und_Bernard_Schultze-Grab-Wikipedia-768x609.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/bernard-schultze/">Bernard Schultze</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Carl Leibl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 00:19:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="319" height="400" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Carl_Leibl-1.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Carl_Leibl" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Geboren in der weinreichen Pfalz, erlernt Carl zunächst das Küferhandwerk. Die Kindheit verbringt Leibl in München, wo er wegen seiner offensichtlichen Begabung doch eine musikalische Ausbildung erhält. Er wird Musiklehrer am Münchener Hof.&#160; Auf Grund seines guten Rufes als Musiker, Dirigent und Komponist wird Carl Leibl mit 42 Jahren Domkapellmeister in Köln. In dieser Funktion [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="319" height="400" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Carl_Leibl-1.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Carl_Leibl" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Geboren in der weinreichen Pfalz, erlernt Carl zunächst das Küferhandwerk. Die Kindheit verbringt Leibl in München, wo er wegen seiner offensichtlichen Begabung doch eine musikalische Ausbildung erhält. Er wird Musiklehrer am Münchener Hof.&nbsp;</p>



<p>Auf Grund seines guten Rufes als Musiker, Dirigent und Komponist wird Carl Leibl mit 42 Jahren Domkapellmeister in Köln. In dieser Funktion leitet er sowohl die Domkapelle, den städtischen Singverein sowie den Vorläufer des späteren Gürzenich-Orchesters. Ein denkwürdiger Tag für ihn ist der 4. September 1842: Seine zum Dombaufest komponierte Festkantate wird in Anwesenheit Friedrich Wilhelms IV. aufgeführt.</p>



<p>Nicht nur die »ernste Musik« gehört zu Leibls Fach. Für den Kölner Karneval komponiert er Lieder wie den damals sehr beliebten »O Jerum – Walzer«.&nbsp;</p>



<p>Tragischerweise endet Leibs musikalisches Wirken am Dom durch mehrere Erlasse des Kölner Erzbischofs Kardinal von Geißel, der ab 1860 die Dommusik »auf das geringste Maß einzuschränken« sucht sowie Frauen aus den Kirchenchören verbannt. Ziel dieser Bestrebung ist die Rückführung der Kirchenmusik auf ihre rein liturgischen Wurzeln. »Weltliches« hat zu verschwinden. 1863 wird Carl Leibl endgültig gekündigt.</p>



<p>Leibl bleibt Köln jedoch treu und hinterlässt uns zahlreiche Kompositionen, die heute in der Diözesanbibliothek aufbewahrt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1200" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Carl_Leibl-Familiengrab-Melaten-Wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-493" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Carl_Leibl-Familiengrab-Melaten-Wikipedia.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Carl_Leibl-Familiengrab-Melaten-Wikipedia-350x350.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Carl_Leibl-Familiengrab-Melaten-Wikipedia-150x150.jpg 150w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Carl_Leibl-Familiengrab-Melaten-Wikipedia-768x768.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/carl-leibl/">Carl Leibl</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Dirk Bach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2021 20:29:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="536" height="831" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk_Bach.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Dirk_Bach" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk_Bach.jpg 536w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk_Bach-323x500.jpg 323w" sizes="auto, (max-width: 536px) 100vw, 536px" /></div><p>Es gibt wohl kaum einen Schauspieler, bei dem Komik und tiefer menschlicher Ernst so untrennbar vereint sind, wie bei Dirk Bach. Seine Figur ›Edgar‹, mit der er in Köln, unter anderem im Springmaus-Theater, zum Kultstar wurde, rührt auch heute noch zu Tränen.&#160; Er hat alle Preise gewonnen, die man als Comedy-Darsteller bekommen kann, der rührendste [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="536" height="831" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk_Bach.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Dirk_Bach" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk_Bach.jpg 536w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk_Bach-323x500.jpg 323w" sizes="auto, (max-width: 536px) 100vw, 536px" /></div><p>Es gibt wohl kaum einen Schauspieler, bei dem Komik und tiefer menschlicher Ernst so untrennbar vereint sind, wie bei Dirk Bach. Seine Figur ›Edgar‹, mit der er in Köln, unter anderem im Springmaus-Theater, zum Kultstar wurde, rührt auch heute noch zu Tränen.&nbsp;</p>



<p>Er hat alle Preise gewonnen, die man als Comedy-Darsteller bekommen kann, der rührendste steht auf seinem Grab: Eigentlich sollten Sonja Zietlow und sein Nachfolger Daniel Hartwich den Deutschen Comedy-Preis für die beste Moderation erhalten (›Ich bin ein Star, holt mich hier raus!‹). Sie lehnten die Annahme aber ab und gaben die Auszeichnung posthum an Dirk Bach.&nbsp;</p>



<p>Seine frühe Jugend wies beinahe klischeehaft die Voraussetzungen eines schauspielerischen Extremfalls auf: Auf der Gesamtschule Köln-Chorweiler blieb er dreimal sitzen und verließ die Schule nach der Mittleren Reife. Damit hatte er die Nase voll von allen Schulen. Eine Schauspielschule hat er auch nie besucht. Er schloss sich diversen freien Theatergruppen an, tourte durch die Welt: Amsterdam, Brüssel, London, New York, Utrecht, Wien waren seine Stationen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1632" height="1084" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk-Bach-Grab-Melaten-Friedhof.jpg" alt="" class="wp-image-1279" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk-Bach-Grab-Melaten-Friedhof.jpg 1632w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk-Bach-Grab-Melaten-Friedhof-350x232.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk-Bach-Grab-Melaten-Friedhof-768x510.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Dirk-Bach-Grab-Melaten-Friedhof-1536x1020.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1632px) 100vw, 1632px" /></figure>



<p>»Seine erste Rolle spielte er in einer Inszenierung von Heiner Müllers ›Prometheus‹, an die er sich später so erinnern sollte: ›Plötzlich saß ich da; in eine Zwangsjacke gepfercht, mit einem zerstückelten Gummi-Geschlechtsteil, einen&nbsp;Eselskopf übergestülpt – zwei Meter hoch auf einem Stahlstuhl. Definitiv ein erhabener Moment.‹« (Aus einem Nachruf im „Spiegel“)&nbsp;</p>



<p>Mitte der 80er Jahre dann der große Szene-Erfolg: ›Die Geierwally‹ des Regisseurs Walter Bockmayer. Diese abgefahrene Travestie-Version des Romans von Wilhelmine von Hillern aus dem Jahre 1873 war der größte Erfolg des winzigen ›Theaters in der Filmdose‹ an der Zülpicher Straße in Köln. Bach spielte in dem Stück ab 1984 insgesamt 330 Mal. Walter Bockmayer verfilmte dieses Sujet 1988 mit Samy Orfgen, Ralph Morgenstern (der Filmdosen-Besetzung), Elisabeth Volkmann und Veronica Ferres, aber ohne Dirk Bach.&nbsp;</p>



<p>Der machte nämlich bald einen Abstecher ins ernsthafte Genre: Er wurde festes Ensemblemitglied am Kölner Schauspielhaus. Er glänzte als Narr in Shakespeares ›Was ihr wollt‹ oder als intriganter Spiegelberg in Schillers ›Die Räuber‹. Weiter ging es mit Serien, wie ›Lukas‹ und ›Der kleine Mönch‹ beim ZDF oder der ›Dirk-Bach-Show‹ bei RTL. Von 2004 bis 2012 moderierte er mit Sonja Zietlow die deutsche Version des ›Dschungelcamps‹: ›Ich bin ein Star – holt mich hier raus!‹ Das ›Dschungelcamp‹ ist ja für manche eher eine fragwürdige Entgleisung im Unterhaltungsbusiness, aber nicht zuletzt durch Dirk Bachs ironische Moderation schaffte es die Serie in die Grimme-Preis-Verleihung.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1608" height="1070" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Atelier-Theater-Roonstrasse.jpg" alt="" class="wp-image-1278" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Atelier-Theater-Roonstrasse.jpg 1608w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Atelier-Theater-Roonstrasse-350x233.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Atelier-Theater-Roonstrasse-768x511.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/01/Atelier-Theater-Roonstrasse-1536x1022.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1608px) 100vw, 1608px" /><figcaption>Im Atelier Theater an der Roonstraße in Köln begann Dirk Bachs Karriere.</figcaption></figure>



<p>2008 sah man ihn auf der Bühne des Millowitsch-Theaters, allerdings nicht in einem kölschen Volksstück, sondern in ›Sein oder Nichtsein‹ nach dem Film von Ernst Lubitsch von 1942. Die Koproduktion des Theaters im Bauturm und des Theaters der Keller handelt von einer Warschauer Schauspieltruppe, die in verschiedenen Verkleidungen die deutschen NS-Besatzer überlisten will. Dirk Bach tritt als Konzentrationslager Ehrhardt auf, eine verstörende Gratwanderung.&nbsp;</p>



<p>Dirk Bach hat sich jenseits seiner schauspielerischen Arbeit auf vielen Feldern humanitär engagiert: für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben, für Amnesty International, die Tierschutzorganisation Peta, die AIDS-Hilfe; das in diesem Zusamenhang 1996 gegründete „Lebenshaus“ wurde nach seinem Tod in „Dirk-Bach-Haus“ umbenannt.&nbsp;</p>



<p>Im Oktober 2012 sollte Dirk Bach im Berliner Schlosstheater des Intendanten Dieter Hallervorden die Hauptrolle in dem Stück ›Kleiner König Dezember‹ spielen. Als er, der extrem zuverlässig und pünktlich war, nicht zur Probe erschien, ließ man seine Wohnung öffnen und fand ihn tot vor – Herzversagen.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wir haben Dirk Bach als lebenslustigen und sehr liebenswerten Kollegen kennen gelernt, umso mehr schmerzt der Verlust. In unserer Premiere hätte er&nbsp;als kleiner König Dezember sagen sollen: ›Und wer tot ist, wird ein Stern!‹ </p><cite>Dieter Hallervorden&nbsp;</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wir sind alle völlig ratlos, weil wir uns darauf keinen Reim machen können. Dirk ging es gut, Dirk hatte einen Urlaub hinter sich, er hatte sogar ein bisschen abgespeckt. Er hatte sich gut erholt.</p><cite>Domian live in seiner Sendung</cite></blockquote>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/dirk-bach/">Dirk Bach</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Ernst W. Nay</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 00:51:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="891" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ernst-Wilhelm-Nay" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay.jpg 900w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay-350x487.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay-768x1069.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Ernst Wilhelm Nay studiert in Berlin bei Karl Hofer. Seine erste künstlerische Orientierung vollzieht sich in der Auseinandersetzung mit Ernst Ludwig Kirchner und Henri Matisse, aber auch mit Caspar David Friedrich und Nicolas Poussin. Seine Stillleben, Porträts und Landschaften finden große Anerkennung. Nay erhält 1931 ein neunmonatiges Stipendium für die Villa Massimo, wo seine surrealistisch-abstrakten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="891" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ernst-Wilhelm-Nay" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay.jpg 900w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay-350x487.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ernst-Wilhelm-Nay-768x1069.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Ernst Wilhelm Nay studiert in Berlin bei Karl Hofer. Seine erste künstlerische Orientierung vollzieht sich in der Auseinandersetzung mit Ernst Ludwig Kirchner und Henri Matisse, aber auch mit Caspar David Friedrich und Nicolas Poussin. Seine Stillleben, Porträts und Landschaften finden große Anerkennung. Nay erhält 1931 ein neunmonatiges Stipendium für die Villa Massimo, wo seine surrealistisch-abstrakten Bilder entstehen. Der Künstler erhält ein von Edvard Munch finanziertes Arbeitsstipendium. Dies ermöglicht ihm 1937 einen Aufenthalt in Norwegen und auf den Lofoten. In den ›Fischer- und Lofotenbildern‹ erreicht sein Schaffen einen ersten Höhepunkt. </p>



<p>Im gleichen Jahr jedoch werden in der Ausstellung ›Entartete Kunst‹ zwei seiner Werke gezeigt. Nay bekommt Ausstellungsverbot. Zum Kriegsdienst einberufen, kommt er 1940 als Infanterist nach Frankreich, wo ihm ein französischer Bildhauer sein Atelier zur Verfügung stellt. 1945 bis 1948 vollzieht sich die künstlerische Verarbeitung der Kriegs- und Nachkriegszeit in den ›Hekatebildern‹, in denen Motive aus Mythos, Legende und Dichtung anklingen. 1949 bis 1951 kündigt sich in den ›Fugalen Bildern‹, in den glühenden Farben und verschlungenen Formen, ein Neubeginn an. </p>



<p>Die Kestner-Gesellschaft Hannover zeigt 1950 Nays erste Retrospektive. Ernst Wilhelm Nay beginnt in seinen ›Rhythmischen Bildern‹, die Farbe als reinen Gestaltwert einzusetzen. Ab 1955 entstehen seine ›Scheibenbilder‹, in denen runde Farbflächen subtile Raum- und Farbmodulationen im Bild organisieren. Ab 1963 finden diese ihre Weiterentwicklung in den ›Augenbildern‹. </p>



<p>Nay hatt seinen internationalen Durchbruch mit der ersten amerikanischen Einzelausstellung in den ›Kleeman Galleries‹, New York, im Jahr 1955; seinem Beitrag für die Biennale in Venedig 1956 sowie seinen Beteiligungen an der documenta in Kassel (1955, 1959 und 1964). Der Künstler erhält wichtige Preise und ist bei fast allen repräsentativen Ausstellungen deutscher Kunst im In- und Ausland vertreten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="679" height="842" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/04/ernst-wilhem-nay-lob-des-gruen-oel-auf-leinwand-1961.jpg" alt="" class="wp-image-1421" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/04/ernst-wilhem-nay-lob-des-gruen-oel-auf-leinwand-1961.jpg 679w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/04/ernst-wilhem-nay-lob-des-gruen-oel-auf-leinwand-1961-350x434.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /><figcaption>Lob des Grün, Ernst W. Nay, Öl auf Leinwand, 1961</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/ernst-w-nay/">Ernst W. Nay</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Ferdinand F. Wallraf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2019 11:00:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="818" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ferdinand-F-Wallraf" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf.jpg 939w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf-350x447.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf-768x981.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Ferdinand Franz Wallraf ist Sohn eines Schneiders. Doch sein Leben verbindet sich nicht mit Nadel und Faden, sondern mit Büchern, römischen Altertümern und einer Menge anderer Kunst. Wallraf ist ein Sammler – ein Fanatiker, wenn es darum geht, Kunstgegenstände vor der Vernichtung zu retten. Dass der gesamte schriftliche Nachlass ausgerechnet dieses Bewahrers Kölner Kultur beim [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="818" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ferdinand-F-Wallraf" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf.jpg 939w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf-350x447.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand-F-Wallraf-768x981.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Ferdinand Franz Wallraf ist Sohn eines Schneiders. Doch sein Leben verbindet sich nicht mit Nadel und Faden, sondern mit Büchern, römischen Altertümern und einer Menge anderer Kunst. Wallraf ist ein Sammler – ein Fanatiker, wenn es darum geht, Kunstgegenstände vor der Vernichtung zu retten. Dass der gesamte schriftliche Nachlass ausgerechnet dieses Bewahrers Kölner Kultur beim Einsturz des Stadtarchivs wahrscheinlich unwiederbringlich verloren ging, ist tragisch.</p>



<p>Die Schulbank drückt Wallraf auf dem altehrwürdigen Montaner-Gymnasium, wo er später auch eine Zeit lang lehrt, um seine weiterführenden Studien in Medizin zu finanzieren. Zwei Doktorgrade (Medizin und Philosophie) krönen seine akademische Ausbildung. Ab 1784 hat er eine Professur (Botanik und Naturgeschichte) an der Kölner Universität inne. Später wird Wallraf hier Rektor. Als reformerischer Geist hätte er der etwas verstaubten Kölner Universität vielleicht zu neuem Glanz verholfen. Die konservative Kölner Stadtverwaltung verhindert aber immer wieder entscheidende Reformen. 1798 schließen die Franzosen die Universität und wandeln das altehrwürdige Institut (Gründung 1388) in eine Zentralschule um. Dort unterrichtet Wallraf aber weiter.</p>



<p>Wallraf erkennt frühzeitig den Wert der mittelalterlichen Kirchenkunst und versucht soviel wie möglich davon vor den Zerstörungen der französischen Revolutionstruppen zu retten. Als Köln 1815 preußisch wird, ist es mit dem Abbruch von Klöstern und Kirchen keineswegs vorbei. Dank Wallrafs umtriebiger Sammlertätigkeit können wir noch heute viel vom »Heiligen Köln« bestaunen. Sein Privathaus muss ein Sammelsurium antiker Altertümer, mittelalterlicher Kunst, und allerlei Kuriosa (Münzen / Fossilien / Waffen) sein. Um Geld für weitere Ankäufe zu gewinnen, soll er sich sogar das Brennholz verwehren. Spartanisch auch seine Ernährung. Glaubt man den Berichten, so lebt der Mann fast ausschließlich von Steckrüben, die ständig auf einem kleinen Öfchen (zugleich der einzigen Heizung im Hause) köcheln.&nbsp;</p>



<p>Für Köln ist Wallraf ein Glücksfall. Wir verdanken ihm nicht nur die Kunstsammlung, sondern ebenso den Entwurf zum Haupteingang des Melatenfriedhofs mit seinen Sinnsprüchen sowie die Entwürfe zu einigen Grabmalen. Direkt am alten Haupteingang an der Aachener Straße hat Wallraf seine letzte Ruhestätte zusammen mit dem »Sponsor« des späteren Museums, Johann Heinrich Richartz (1795-1861) gefunden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Wallraf_Richartz-Melaten-Friedhof.jpg" alt="" class="wp-image-695" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Wallraf_Richartz-Melaten-Friedhof.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Wallraf_Richartz-Melaten-Friedhof-350x467.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Grabstein von Ferdinand F. Wallraf und Johann Heinrich Richartz</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/ferdinand-f-wallraf/">Ferdinand F. Wallraf</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Ferdinand von Hiller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 17:37:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="258" height="398" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand_Hiller.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ferdinand_Hiller" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Auf Empfehlung von Felix Mendelssohn Bartholdy wird von Hiller 1825-27 Klavierschüler von Johann Nepomuk Hummel in Weimar. 1827 darf er diesen nach Wien ans Sterbebett Beethovens begleiteten. Prägend ist Hillers Aufenthalt in Paris, wo er erfolgreich als Pianist und Komponist von Sinfonien auftritt und Freundschaften mit Chopin, Liszt und Berlioz schließt.&#160; Nachdem seinen Italienaufenthalten ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="258" height="398" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ferdinand_Hiller.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ferdinand_Hiller" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Auf Empfehlung von Felix Mendelssohn Bartholdy wird von Hiller 1825-27 Klavierschüler von Johann Nepomuk Hummel in Weimar. 1827 darf er diesen nach Wien ans Sterbebett Beethovens begleiteten. Prägend ist Hillers Aufenthalt in Paris, wo er erfolgreich als Pianist und Komponist von Sinfonien auftritt und Freundschaften mit Chopin, Liszt und Berlioz schließt.&nbsp;</p>



<p>Nachdem seinen Italienaufenthalten ist sein Ansehen als Komponist derart gewachsen, dass Mendelssohn ihm als Vertreter die Leipziger Gewandhaukonzerte anvertraut. Als Musikdirektor in Dresden schließt Hiller Freundschaft mit Robert Schumann, der in Dresden und später in Düsseldorf sein Nachfolger wird. Nach seiner Station als Dirigent in Düsseldorf wird Hiller ab 1850 als Städtischer Musikdirektor nach Köln berufen und leitet 35 Jahre die Gürzenich-Konzerte. Er baut die Rheinische Musikschule zu einem Konservatorium nach Leipziger Vorbild aus. Hiller leitet ab 1855 zwölfmal die Niederrheinischen Musikfeste, er ist Musikschriftsteller und –organisator, Feuilletonist der Kölnischen Zeitung und wird 1875 als angesehene Musikerpersönlichkeit der Zeit geadelt. </p>



<p>Ferdinand von Hillers Tochter Tony vermacht den größten Teil des Briefnachlasses, die Tagebücher und das Autographenalbum dem Historischen Archiv Stadt Köln. Hillers Spuren sind noch heute zu finden: Der Ratsturm in Köln trägt eine Figur nach seinem Bild und in Lindenthal ist eine Straße nach ihm benannt.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/ferdinand-von-hiller/">Ferdinand von Hiller</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Freya von Moltke</title>
		<link>https://melatenfriedhof.de/grab/freya-von-moltke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2019 15:56:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="926" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Freya_von_Moltke_2009.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Freya_von_Moltke_2009" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Freya_von_Moltke_2009.jpg 708w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Freya_von_Moltke_2009-346x500.jpg 346w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Freya von Moltke war eine deutsche Schriftstellerin, Juristin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie war die Tochter von Ada Deichmann, geborene von Schnitzler, und Carl Theodor Deichmann, einem der Mitgründer der Deutschen Bank. Helmut James Graf von Moltke war der Urgroßneffe des berühmten Helmuth Karl Bernhard von Moltke, des Chefs des preußischen Generalstabes, der einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="926" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Freya_von_Moltke_2009.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Freya_von_Moltke_2009" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Freya_von_Moltke_2009.jpg 708w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Freya_von_Moltke_2009-346x500.jpg 346w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Freya von Moltke war eine deutsche Schriftstellerin, Juristin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie war die Tochter von Ada Deichmann, geborene von Schnitzler, und Carl Theodor Deichmann, einem der Mitgründer der Deutschen Bank.</p>



<p>Helmut James Graf von Moltke war der Urgroßneffe des berühmten Helmuth Karl Bernhard von Moltke, des Chefs des preußischen Generalstabes, der einen wesentlichen Anteil an den Einigungskriegen 1864 bis 1871 hatte. Auf seinem Gut Kreisau in Schlesien gründete Helmut James Graf von Moltke zusammen mit Peter Yorck von Wartenburg eine Gruppe demokratisch Gesinnter, die über Gegenentwürfe zur NS-Herrschaft diskutierten. Freya von Moltke gehörte zu diesem »Kreisauer Kreis«, und organisierte die Treffen.</p>



<p>Freya von Moltke ist eine Lichtgestalt demokratischen Denkens, persönlichen Verantwortungsbewusstseins und altruistischer Haltung: »Als Angehörige des deutschen Widerstandes muss ich auch heute wieder und noch einmal klar und deutlich sagen: Jede Form und jeder Akt von Widerstand gegen den Nationalsozialismus haben sich gelohnt. Jede Handlung gegen das schreiende Unrecht der NS-Diktatur hat Bedeutung. Es hat sich gelohnt, weil der deutsche Widerstand europäische Menschlichkeit durch die Jahre der Unmenschlichkeit in Deutschland lebendig gehalten hat.« (Zitiert nach Sylke Tempel, Freya von Moltke: Ein Leben – ein Jahrhundert, Kindle Edition, Pos. 2332). </p>



<p>In der Grabanlage der Familie Deichmann wurde eine Gedenkinschrift für Freya von Moltke angebracht. Ihr eigentliches Grab befindet sich an ihrem Sterbeort in Norwich (USA).</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/freya-von-moltke/">Freya von Moltke</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Gertrud (Lis) Böhle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 00:51:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Lis Böhle wird als achtes und letztes Kind der Familie in Köln-Nippes geboren. Sie schreibt schon im Alter von 10 Jahren Gedichte und kurze Geschichten in kölscher Mundart. Nach dem Besuch der Ursulinenschule und des Mädchenpensionats heiratet Böhle 1925 ihre Jugendliebe Hans Schmitt-Rost. Sie beginnt ihre Gedichte und »Verzällcher« in Kölner Tageszeitungen zu veröffentlichen und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lis Böhle wird als achtes und letztes Kind der Familie in Köln-Nippes geboren. Sie schreibt schon im Alter von 10 Jahren Gedichte und kurze Geschichten in kölscher Mundart. Nach dem Besuch der Ursulinenschule und des Mädchenpensionats heiratet Böhle 1925 ihre Jugendliebe Hans Schmitt-Rost.</p>



<p>Sie beginnt ihre Gedichte und »Verzällcher« in Kölner Tageszeitungen zu veröffentlichen und hatt damit bis Anfang der 70er Jahre großen Erfolg. Viele Kölner lesen z.B. die Artikelserie &#8222;Et Köbesche schriev&#8230;&#8220;, ohne die Urheberin zu kennen. Auch ihre Buchpublikationen sind erfolgreich und werden mehrfach aufgelegt. Die Schriftstellerin ist eine der beliebtesten und bekanntesten Mundartautorinnen, lebt aber eher still undzurückgezogen.</p>



<p>Lis Böhle arbeitet auch für den Hörfunk: Zunächst freiberuflich für den WDR, später für den Reichssender Köln, und als Autorin von Hörspielen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="992" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Schmitt-Rost_Boehle-Grab.jpg" alt="" class="wp-image-613" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Schmitt-Rost_Boehle-Grab.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Schmitt-Rost_Boehle-Grab-350x289.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Schmitt-Rost_Boehle-Grab-768x635.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption>Familiengrab auf dem Melaten </figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/gertrud-e-f-lis-boehle/">Gertrud (Lis) Böhle</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Gisela Uhlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2019 13:51:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="332" height="500" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Gisela-Uhlen-Wikipedia.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Gisela-Uhlen-Wikipedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Gisela Uhlen spielt ab 1936 etwa 60 Film- und über 100 Bühnenrollen. Während der Zeit des Nationalsozialismus tritt sie mehrfach in Propagandafilmen auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielt Uhlen zunächst vor allem Theater. Späte Popularität erreicht sie mit der Fernsehserie »Forsthaus Falkenau« in den 1990er Jahren. Sie ist Gast in vielen TV-Krimiserien. Ende 2005 übergibt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="332" height="500" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/09/Gisela-Uhlen-Wikipedia.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Gisela-Uhlen-Wikipedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Gisela Uhlen spielt ab 1936 etwa 60 Film- und über 100 Bühnenrollen. Während der Zeit des Nationalsozialismus tritt sie mehrfach in Propagandafilmen auf.</p>



<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg spielt Uhlen zunächst vor allem Theater. Späte Popularität erreicht sie mit der Fernsehserie »Forsthaus Falkenau« in den 1990er Jahren. Sie ist Gast in vielen TV-Krimiserien. Ende 2005 übergibt die Uhlen dem Filmmuseum Potsdam einen Teil ihrer privaten Sammlung mit Fotos, Zeitungsartikeln und Filmaccessoires.</p>



<p>Gisela Uhlen heiratet sechsmal. Mit Wolfgang Kieling hat sie eine Tochter, Susanne Uhlen, geboren am 1955, mit Hans Bertram die Tochter Barbara, geboren 1945. Beide sind ebenfalls Schauspielerinnen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="1200" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Gisela_Uhlen-Grab-Melaten.jpg" alt="" class="wp-image-499" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Gisela_Uhlen-Grab-Melaten.jpg 900w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Gisela_Uhlen-Grab-Melaten-350x467.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Gisela_Uhlen-Grab-Melaten-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/gisela-uhlen/">Gisela Uhlen</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Guido Westerwelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 22:17:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="871" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped.jpg 761w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped-350x476.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Guido Westerwelle war ein deutscher FDP-Politiker.&#160; Guido Westerwelle vertrat die kleine FDP mit großem Selbstbewusstsein. Beim Wahlkampf 2002 fuhr er mit dem »Guidomobil« durch die Republik. 2009 erreichte die FDP mit Westerwelle als Vorsitzendem 14,6% – das beste FDP-Ergebnis bei einer Bundestagswahl.&#160; Nach dieser Wahl wurde er als künftiger Finanzminister erwartet, da er seine Partei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="871" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped.jpg 761w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Ministru_prezidents_Valdis_Dombrovskis_tiekas_ar_Vācijas_ārlietu_ministru_Gvido_Vestervelli_cropped-350x476.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Guido Westerwelle war ein deutscher FDP-Politiker.&nbsp;</p>



<p>Guido Westerwelle vertrat die kleine FDP mit großem Selbstbewusstsein. Beim Wahlkampf 2002 fuhr er mit dem »Guidomobil« durch die Republik. 2009 erreichte die FDP mit Westerwelle als Vorsitzendem 14,6% – das beste FDP-Ergebnis bei einer Bundestagswahl.&nbsp;</p>



<p>Nach dieser Wahl wurde er als künftiger Finanzminister erwartet, da er seine Partei stark auf ihre wirtschafts- und finanzpolitischen Kompetenzen hin orientiert hatte. Er wurde aber Außenminister. Als solcher machte er sich einen Namen, als er 2011 einer UN-Resolution nicht zustimmte, mit der ein internationales militärisches Eingreifen im Libyen-Konflikt sanktioniert wurde. Er trat auch in Zukunft für militärische Zurückhaltung ein und fühlte sich durch die ähnliche Haltung seines Nachfolgers Frank-Walter Steinmeier bestätigt.</p>



<p>2011 kandidierte er nicht erneut als FDP-Vorsitzender, sein Nachfolger wurde Philipp Rösler.&nbsp;</p>



<p>Am 17. September 2010 ging Westerwelle eine Lebenspartnerschaft mit dem Manager Michael Mronz ein. Am 18. März 2016 starb er in Folge einer Leukämie-Erkrankung.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/guido-westerwelle/">Guido Westerwelle</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Hans Katzer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 22:03:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="401" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005,_Ludwigshafen,_CDU-Bundesparteitag,_Katzer-Wikimedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia.jpg 800w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia-350x219.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia-768x481.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Hans Katzer war ein deutscher CDU-Politiker.&#160; Hans Katzer gehörte dem Arbeitnehmerflügel seiner Partei an. Er vertrat die Idee der Einheitsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund und lehnte die Ausgründung der christlichen Gewerkschaftsbewegung ab. Er trat für die paritätische Mitbestimmung ein, also die Stimmengleichheit von Arbeitnehmern und Anteilseignern. Er wandelte die Bundesanstalt für Arbeit zu einer Dienstleistungsbehörde, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="401" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005,_Ludwigshafen,_CDU-Bundesparteitag,_Katzer-Wikimedia" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia.jpg 800w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia-350x219.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005_Ludwigshafen_CDU-Bundesparteitag_Katzer-Wikimedia-768x481.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Hans Katzer war ein deutscher CDU-Politiker.&nbsp;</p>



<p>Hans Katzer gehörte dem Arbeitnehmerflügel seiner Partei an. Er vertrat die Idee der Einheitsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund und lehnte die Ausgründung der christlichen Gewerkschaftsbewegung ab. Er trat für die paritätische Mitbestimmung ein, also die Stimmengleichheit von Arbeitnehmern und Anteilseignern. Er wandelte die Bundesanstalt für Arbeit zu einer Dienstleistungsbehörde, die auf eine aktive Arbeitsmarktpolitik ausgerichtet wurde.&nbsp;</p>



<p>In einem Nachruf auf Hans Katzer bezeichnet der CDU-Politiker Norbert Röttgen ihn als »Erfinder der Sozialpartnerschaft«. Weiter sagt er: »Mit geschickt eingesetzten Rücktrittsdrohungen verhinderte der CDU-Politiker oft soziale Einschnitte und sicherte die dynamische Rente. Er trotzte dem Wirtschaftsflügel seiner Partei – trotz schmerzlicher Niederlagen – eine nahezu paritätische Mitbestimmung in Großbetrieben ab. Für viele Unternehmer war er ein »schwarzer Kommunist« oder ein »Herz-Jesu-Marxist«.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/hans-katzer/">Hans Katzer</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Hans-Jürgen Wischnewski</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 21:52:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="429" height="450" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005,_Münster,_SPD-Parteitag,_Wischnewski-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-Ausschnitt.jpg 429w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-Ausschnitt-350x367.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px" /></div><p>Hans-Jürgen Wischnewski war ein deutscher SPD-Politiker, der vor allem durch seine Kontakte mit arabischen und afrikanischen Ländern und Politikern bekannt wurde – daher der Spitznamen »Ben Wisch« (eine Schöpfung von Willy Brandt). Wischnewski wurde einer großen Öffentlichkeit bekannt, als er im Herbst 1977 nach der Entführung des Arbeitsgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch die »Rote Armee [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="429" height="450" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005,_Münster,_SPD-Parteitag,_Wischnewski-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-Ausschnitt.jpg 429w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-Ausschnitt-350x367.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px" /></div><p>Hans-Jürgen Wischnewski war ein deutscher SPD-Politiker, der vor allem durch seine Kontakte mit arabischen und afrikanischen Ländern und Politikern bekannt wurde – daher der Spitznamen »Ben Wisch« (eine Schöpfung von Willy Brandt).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski.jpg" alt="Münster, SPD-Parteitag, Wischnewski" class="wp-image-669" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski.jpg 800w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-350x233.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005_Münster_SPD-Parteitag_Wischnewski-768x511.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>30.8.-2.9.1988
SPD-Parteitag in Münster, Halle Münsterland</figcaption></figure>



<p>Wischnewski wurde einer großen Öffentlichkeit bekannt, als er im Herbst 1977 nach der Entführung des Arbeitsgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch die »Rote Armee Fraktion« (RAF) wesentliche Verhandlungen führte. Die Lufthansa-Maschine »Landshut« war von einem palästinensischen Kommando entführt worden, um die Freilassung von RAF-Häftlingen zu erpressen. Wischnewski reiste der Maschine hinterher, verhandelte mit Regierungen und Behörden, zuletzt in der somalischen Hauptstadt Mogadischu, und erreichte, dass die neugebildete deutsche Antiterroreinheit GSG 9 die Maschine stürmen und die Geiseln befreien durfte.&nbsp;</p>



<p>Auch in der nicaraguanischen Revolution, den Kämpfen zwischen Sandinisten und Contras, vermittelte Wischnewski. In Südamerika nannte man ihn »Comandante Hans«.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1100" height="826" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab_Hans-Juergen-wischnewski-Wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-668" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab_Hans-Juergen-wischnewski-Wikipedia.jpg 1100w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab_Hans-Juergen-wischnewski-Wikipedia-350x263.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grab_Hans-Juergen-wischnewski-Wikipedia-768x577.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/hans-juergen-wischnewski/">Hans-Jürgen Wischnewski</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Heinz G. Konsalik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 17:06:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Konsalik kann sicher nicht als Künstler bezeichnet werden: Literaturkenner und –kritiker zählen seine Werke zur Trivialliteratur, er selbst nennt sich »Volksschriftsteller«. Mit seinen Liebes-, Abenteuer- und Arztromanen gehört er jedenfalls zu den erfolgreichsten Autoren der deutschen Unterhaltungsliteratur – spätestens mit dem Erscheinen des »Arzt von Stalingrad«. Er veröffentlicht fast 160 Romane mit einer Gesamtauflage von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Konsalik kann sicher nicht als Künstler bezeichnet werden: Literaturkenner und –kritiker zählen seine Werke zur Trivialliteratur, er selbst nennt sich »Volksschriftsteller«. Mit seinen Liebes-, Abenteuer- und Arztromanen gehört er jedenfalls zu den erfolgreichsten Autoren der deutschen Unterhaltungsliteratur – spätestens mit dem Erscheinen des »Arzt von Stalingrad«. Er veröffentlicht fast 160 Romane mit einer Gesamtauflage von über 80 Millionen Exemplaren, einige Stoffe werden zu erfolgreichen Filmvorlagen.</p>



<p>Konsalik beginnt früh zu schreiben: Mit zehn einen Wildwestroman, mit 16 Feuilletons für Kölner Zeitungen. Nach dem Abitur studiert er Medizin, später Theaterwissenschaften und Germanistik. Ab 1939 ist er bei der Gestapo tätig – was er dort genau tut, ist kaum zu recherchieren. Im Zweiten Weltkrieg wird er schwer verwundet. Nach seiner Rückkehr arbeitet Konsalik als Verlagslektor, als Redakteur und stellvertretender Chefredakteur einer Illustrierten sowie als Dramaturg.&nbsp;</p>



<p>Seit 1951 ist Konsalik Bestseller-Autor. In vielen seiner Romane beschreibt er die Verbrechen und Sinnlosigkeit des zweiten Weltkrieges. Seine Zugehörigkeit zur und Tätigkeit bei der Gestapo thematisiert Konsalik nicht, und auch die Öffentlichkeit fragt erst nach seinem Tod danach.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/heinz-g-konsalik/">Heinz G. Konsalik</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Hermann H. Becker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bernd Woidtke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 01:13:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="687" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader-350x376.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader-768x825.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Hermann Heinrich Becker war ein deutscher Politiker. Er hatte den Spitznamen »der rote Becker«; ob sich das auf seine roten Haare oder seine republikanische Gesinnung bezog, lässt sich heute nicht mehr klären. Er nahm an der gescheiterten Revolution 1848/49 als Redner und Journalist teil, hatte Kontakt zu Karl Marx und Friedrich Engels. Allerdings wollte er [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="687" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader-350x376.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Hermann_heinrich_becker_gemalt_von_julius_schrader-768x825.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Hermann Heinrich Becker war ein deutscher Politiker. Er hatte den Spitznamen »der rote Becker«; ob sich das auf seine roten Haare oder seine republikanische Gesinnung bezog, lässt sich heute nicht mehr klären. Er nahm an der gescheiterten Revolution 1848/49 als Redner und Journalist teil, hatte Kontakt zu Karl Marx und Friedrich Engels. Allerdings wollte er ihrer Radikalität nicht folgen. Seine Verurteilung im Kölner Kommunistenprozess 1852 erfolgte wohl aufgrund eines von der Polizei gefälschten Protokollbuches.</p>



<p>In seine Amtszeit als Oberbürgermeister in Köln fällt die Fertigstellung des Doms 1880. Große wirtschaftliche Bedeutung hatte der Abriss der Stadtmauer 1881. Nach langwierigen Verhandlungen kaufte die Stadt Köln der preußischen Regierung die militärischen Befestigungsanlagen ab, obwohl sie sie seinerzeit selbst auf eigene Kosten gebaut hatte. In der Folgezeit expandierte die Stadt und konnte einen wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="801" height="1600" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Rathausturm_Köln-Becker-Marx_7723-25-801x1600.jpg" alt="" class="wp-image-651" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Rathausturm_Köln-Becker-Marx_7723-25-801x1600.jpg 801w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Rathausturm_Köln-Becker-Marx_7723-25-250x500.jpg 250w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Rathausturm_Köln-Becker-Marx_7723-25-768x1534.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Rathausturm_Köln-Becker-Marx_7723-25-769x1536.jpg 769w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Rathausturm_Köln-Becker-Marx_7723-25.jpg 939w" sizes="auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px" /><figcaption>Statue des Hermann Heinrich Becker (links) am Kölner Rathaus. Rechts: Karl Marx</figcaption></figure>



<p>Hermann Heinrich Becker setzt sich auch als Oberbürgermeister das Ziel, soziale Gerechtigkeit  zu schaffen. Mit seiner Modernisierungspolitik wollte er die wirtschaftliche und soziale Notlage großer  Teile der Bevölkerung lindern. Am Rathausturm  gibt es eine Figur des »roten Becker«, zwischen  Mediapark und Hansaring heißt eine Straße  »Hermann-Becker-Straße«. </p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/hermann-h-becker/">Hermann H. Becker</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Irmgard Keun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 16:56:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Irmgard Keun geht zunächst auf eine evangelische Mädchenschule, dann auf eine Handelsschule und nimmt anschließend Privatunterricht in Stenografie und Schreibmaschine. Sie ist Stenotypistin und Schauspielerin, bis sie – ermutigt von Alfred Döblin – zu schreiben beginnt.&#160; 1933 und 1934 werden Keuns Bücher beschlagnahmt und verboten. Sie ist 1936 bis 1940 im Exil (Belgien und Holland), [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Irmgard Keun geht zunächst auf eine evangelische Mädchenschule, dann auf eine Handelsschule und nimmt anschließend Privatunterricht in Stenografie und Schreibmaschine. Sie ist Stenotypistin und Schauspielerin, bis sie – ermutigt von Alfred Döblin – zu schreiben beginnt.&nbsp;</p>



<p>1933 und 1934 werden Keuns Bücher beschlagnahmt und verboten. Sie ist 1936 bis 1940 im Exil (Belgien und Holland), wo die Romane »Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften«, »Nach Mitternacht«, »D-Zug dritter Klasse« und »Kind aller Länder« entstehen. Egon Erwin Kisch, Hermann Kesten, Stefan Zweig, Ernst Toller, Ernst Weiß und Heinrich Mann zählen in dieser Zeit zu ihren Freunden. 1940, nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande, kehrt Irmgard Keun nach Deutschland zurück und lebt bis 1945 in der Illegalität.&nbsp;</p>



<p>In der Nachkriegszeit arbeitet Keun als Journalistin für den Hörfunk, Kabarett und Zeitungen. Als Schriftstellerin hatt sie keinen Erfolg mehr, sie leidet an Alkoholismus und verarmt. 1966 wird sie entmündigt und in die Psychiatrie eingewiesen. 1972 entlassen, lebt sie zurückgezogen. Ein großer Magazin-Artikel macht Keun und ihre Werke wieder bekannt, es gibt Neuauflagen und ihre finanzielle Situation entspannt sich. 1982 stirbt sie an Lungenkrebs.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1135" height="1600" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/05/irmgard-keun-statue-rathausturm-koeln-1-1135x1600.jpg" alt="" class="wp-image-1510" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/05/irmgard-keun-statue-rathausturm-koeln-1-1135x1600.jpg 1135w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/05/irmgard-keun-statue-rathausturm-koeln-1-350x493.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/05/irmgard-keun-statue-rathausturm-koeln-1-768x1082.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/05/irmgard-keun-statue-rathausturm-koeln-1-1090x1536.jpg 1090w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/05/irmgard-keun-statue-rathausturm-koeln-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1135px) 100vw, 1135px" /><figcaption>Statue der Irmgard Keun am Kölner Rathausturm von Marieluise Schmitz-Helbig</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="1059" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Irgmgard-Neun-Gedenktafel_Meinekestr_6.jpg" alt="" class="wp-image-625" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Irgmgard-Neun-Gedenktafel_Meinekestr_6.jpg 1400w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Irgmgard-Neun-Gedenktafel_Meinekestr_6-350x265.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Irgmgard-Neun-Gedenktafel_Meinekestr_6-768x581.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption>Gedenktafel an Irmgard Keun in der Meinekestr. 6</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/irmgard-keun/">Irmgard Keun</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Johannes T. Baargeld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 00:43:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="870" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Johannes-T-Baargeld" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld.jpg 847w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld-350x476.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld-768x1045.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Baargeld, eigentlich Alfred Ferdinand Gruenwald, wird als Sohn des Versicherungsunternehmers Heinrich Gruenwald geboren. Er scheint der einzige Künstler im Kreis des Kölner Dada, der über ausreichende finanzielle Mittel verfügt. »Unser Bargeld zahlt«, ist der permanente Ausspruch seiner Kollegen beim Kneipenbesuch. Ganz unbeschwert ist Baargelds Lebensweg nicht. Im 1. Weltkrieg ist er aktiver Soldat. Nach dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="870" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Johannes-T-Baargeld" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld.jpg 847w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld-350x476.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Johannes-T-Baargeld-768x1045.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Baargeld, eigentlich Alfred Ferdinand Gruenwald, wird als Sohn des Versicherungsunternehmers Heinrich Gruenwald geboren. Er scheint der einzige Künstler im Kreis des Kölner Dada, der über ausreichende finanzielle Mittel verfügt. »Unser Bargeld zahlt«, ist der permanente Ausspruch seiner Kollegen beim Kneipenbesuch.</p>



<p>Ganz unbeschwert ist Baargelds Lebensweg nicht. Im 1. Weltkrieg ist er aktiver Soldat. Nach dem Krieg wendet er sich der linksprogressiv orientierten USPD zu, und startet zeitgleich künstlerische Aktivitäten mit Ernst, Arp, Seiwert, Hoerle und Freundlich. Es kommt zur Gründung der Gruppe »Dada W / 3«. »Der Ventilator« hieß eine von vielen Zeitungsprojekten des Dadaisten. Manche dieser »Blätter«, so auch »die schammade« (mit Max Ernst), werden von den britischen Besatzungsbehörden verboten.&nbsp;</p>



<p>In den 20er Jahren ist Baargeld auf Ausstellungen des DADA vertreten: Der DADA-Messe in Berlin und in der für Köln legendären Ausstellung im Brauhaus Winter. Dort vereinen sich Kölner und Pariser Dadaisten zu einer Schau, da man ihnen die Teilnahme an der Frühjahrsaustellung des Kunstgewerbemuseums verweigert.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="483" height="565" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Baargeld-1920-Tusche-Feder-Montage-Das-menschliche-Auge-und-ein-Fisch-letzterer-versteinert-New-York-1.jpg" alt="" class="wp-image-1551" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Baargeld-1920-Tusche-Feder-Montage-Das-menschliche-Auge-und-ein-Fisch-letzterer-versteinert-New-York-1.jpg 483w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Baargeld-1920-Tusche-Feder-Montage-Das-menschliche-Auge-und-ein-Fisch-letzterer-versteinert-New-York-1-350x409.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px" /><figcaption>Johannes Baargeld, 1920, Tusche, Feder, Montage, Das menschliche Auge und ein Fisch, letzterer versteinert; New York</figcaption></figure>



<p>Mitte der 1920er scheinen Baargelds Interessen andere Wege zu gehen. Er schreibt sich an der neu eröffneten Universität zu Köln ein, studiert Volkswirtschaft und Philosophie. 1926 tritt er als Beamter in die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft, das Unternehmen seines Vaters, ein. Ist es nicht ein merkwürdiger Zufall, dass im ehemaligen Gebäude (Gertrudenstraße – Ecke Wolfsstraße) jener Gesellschaft lange Jahre das Politkabarett »Die Machtwächter« zu Hause war? Auch heute befindet Kunst im Haus. Baargelds Geist scheint durch die Räume zu schweben.&nbsp;</p>



<p>Baargeld stirbt früh, 1927 bei einer Bergwanderung am Mont Blanc. Sein Grab auf Melaten besuchen noch heute viele Menschen, um ein paar Münzen auf den Grabstein des »Baargeld« zu legen, der sich auch »Zentrodada« nannte. Die Grabgestaltung übernahmen der Künstler Wolfgang Nestler sowie der Schriftsteller und Kunstkritiker Walter Vitt. Den Eheleuten Vitt gehört die Grabstätte gleich neben Baargeld. Wer mehr über Baargeld wissen möchte: <em>Walter Vitt: Auf der Suche nach der Biographie des Kölner Dadaisten J. T. Baargeld. Starnberg: Keller 1977&nbsp;</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="932" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Theodor-Baargeld-Grab.jpg" alt="" class="wp-image-1553" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Theodor-Baargeld-Grab.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Theodor-Baargeld-Grab-350x326.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2021/08/Johannes-Theodor-Baargeld-Grab-768x716.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Grab von Johannes Theodor Baargeld auf dem Melaten-Friedhof</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/johannes-t-baargeld/">Johannes T. Baargeld</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>John van Nes Ziegler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2019 20:33:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>John van Nes Ziegler war ein sozialdemokratischer Politiker. Als Oberbürgermeister setzte er sich für die Kommunalreform ein; viele kleinere Städte und Gemeinden wurden zu größeren Einheiten zusammengelegt – Köln wurde durch die Eingemeindung bisher selbstständiger Gemeinden zur Millionenstadt. Städtebaulich brachte er Projekte voran wie die Fußgängerzone Hohe Straße/Schildergasse, die Neugestaltung um Dom/Hauptbahnhof sowie die Philharmonie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>John van Nes Ziegler war ein sozialdemokratischer Politiker. Als Oberbürgermeister setzte er sich für die Kommunalreform ein; viele kleinere Städte und Gemeinden wurden zu größeren Einheiten zusammengelegt – Köln wurde durch die Eingemeindung bisher selbstständiger Gemeinden zur Millionenstadt.</p>



<p>Städtebaulich brachte er Projekte voran wie die Fußgängerzone Hohe Straße/Schildergasse, die Neugestaltung um Dom/Hauptbahnhof sowie die Philharmonie und das Museum Ludwig, die dann unter seinem Nachfolger Norbert Burger eröffnet wurden.&nbsp;</p>



<p>Van Nes Ziegler setzte sich als junger Anwalt für die Wiederrichtung der spanischen Demokratie nach Jahrzehnten der Franko-Diktatur ein. Er vertrat spanische Widerstandskämpfer, die als Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert worden waren. 1994 bekam er dafür den höchsten spanischen Orden.</p>



<p>Privat war er Mitglied der Freimaurerloge »Zum Ewigen Dom« in Köln, wo er von 1958 bis 1960 »Meister vom Stuhl« war.&nbsp;</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/john-van-nies-ziegler/">John van Nes Ziegler</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Jón Sveinsson</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2019 20:58:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="1033" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Jon-Sveinsson-Statue" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue.jpg 867w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue-310x500.jpg 310w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue-768x1240.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Die Deutsch-Isländische Gesellschaft e.V. Köln hält das Andenken an diesen großen Erzähler in Eh­ren – vor allem an runden Geburts- und Todestagen mit Kranzniederlegung und Ansprachen am Grab. Zum 160. Geburtstag am 16. November 2017 kamen ca. 100 Nonni-Verehrer, inklusive der isländi­sche Bot­schafter, der Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch sowie der katholische Bischof von Reykjavík. Neben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="1033" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Jon-Sveinsson-Statue" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue.jpg 867w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue-310x500.jpg 310w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Jon-Sveinsson-Statue-768x1240.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Die Deutsch-Isländische Gesellschaft e.V. Köln hält das Andenken an diesen großen Erzähler in Eh­ren – vor allem an runden Geburts- und Todestagen mit Kranzniederlegung und Ansprachen am Grab. Zum 160. Geburtstag am 16. November 2017 kamen ca. 100 Nonni-Verehrer, inklusive der isländi­sche Bot­schafter, der Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch sowie der katholische Bischof von Reykjavík. Neben dem Grab er­innern in Köln auch der »Nonniweg« und der »Nonnibrunnen« in Ehren­feld an den einstigen Bestseller und Jesuiten Jón Svensson, dessen »Nonni-Bücher« inzwischen als »eBooks« erhältlich sind. Außerdem erfreuen sich Nonni-Hörbücher großer Beliebtheit. Leseratten finden Svenssons sämtliche Werke sowie den Kultfilm »Nonni und Manni« (die erfolgreiche ZDF-Weihnachtsserie von 1988 auf DVD) in Online-Buchhandlun­gen. Last, but not least, freut sich www.home.funcity.de/Nonni-Fanclub-Deutschland über Ihren Besuch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Jon_Sveinsson_Melaten_Grabstein.jpg" alt="" class="wp-image-501" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Jon_Sveinsson_Melaten_Grabstein.jpg 1024w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Jon_Sveinsson_Melaten_Grabstein-350x263.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Jon_Sveinsson_Melaten_Grabstein-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="1482" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Nonnibrunnen-Koeln-Ehrenfeld-Melatener-Weg.jpg" alt="" class="wp-image-503" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Nonnibrunnen-Koeln-Ehrenfeld-Melatener-Weg.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Nonnibrunnen-Koeln-Ehrenfeld-Melatener-Weg-337x500.jpg 337w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Nonnibrunnen-Koeln-Ehrenfeld-Melatener-Weg-768x1138.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Nonnibrunnen am Melatener Weg in Köln</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/jon-svensson-nonni/">Jón Sveinsson</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Lady Renate Gruber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2024 16:27:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="853" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Lady Renate Gruber auf dem Geburtstag von Alfred Biolek" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web-350x467.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web-768x1024.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Beerdigungsfeiern sind bekanntermaßen sehr private, intime Zusammenkünfte. Hinterbliebene zeigen ihre Gefühle, ihre Verletztheit. Als Außenstehender – und das ist der Autor dieser Zeilen – fühlt man sich mitunter wie ein ungebetener Zaungast. Bei der Beerdigung von Renate Gruber war letzteres nicht der Fall. Vielmehr konnte man Zeuge werden eines freundschaftlichen Abschiednehmens von einer Grande Dame, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="853" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Lady Renate Gruber auf dem Geburtstag von Alfred Biolek" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web-350x467.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web-768x1024.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Alfred-Biolek-85th-Birthday-Reception-web-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Beerdigungsfeiern sind bekanntermaßen sehr private, intime Zusammenkünfte. Hinterbliebene zeigen ihre Gefühle, ihre Verletztheit. Als Außenstehender – und das ist der Autor dieser Zeilen – fühlt man sich mitunter wie ein ungebetener Zaungast.</p>



<p>Bei der Beerdigung von Renate Gruber war letzteres nicht der Fall. Vielmehr konnte man Zeuge werden eines freundschaftlichen Abschiednehmens von einer Grande Dame, der Lady Renate, wie es in der Traueranzeige hieß.</p>



<p>Was erfuhr man in den Trauerreden? Allein die Tatsache, dass die beiden Ansprachen – von Achim Mantscheff und Prof. Dr. Jürgen Wilhelm – sich nicht bei landläufigen Betroffenheitsformulierungen aufhielten, sondern mitten ins Leben der Grubers leuchteten, mitunter komische Begebenheiten offenbarten, wirft ein Licht auf die Verstorbene: Sie hätte das geliebt!</p>



<p>Renate Gruber war Anfang 20, als sie den 30 Jahre älteren L. Fritz Gruber kennenlernte. Achim Mantscheff, ein jahrzehntelanger Freund der Familie, verschwieg nicht, dass mancher damals diese Liaison naserümpfend zur Kenntnis nahm. Und dass Renate Gruber ihre Rolle als «Frau an seiner Seite» bereitwillig annahm, scheint aus heutiger emanzipationsgestählter Sicht vielleicht fragwürdig zu sein. Bei genauerer Betrachtung muss allerdings das große ABER kommen: Renate Gruber war die Organisatorin, die Netzwerkerin, die Inspiratorin, die Warmherzige. Achim Mantscheff beschreibt ihre Bedeutung einfühlsam und treffend:</p>



<p>«Wie ich annehme, geschah bei Renate, nachdem sie Fritz kennen gelernt hatte, folgendes: Sie sagte sich ‹Wenn schon, denn schon›, und wurde Frau Direktor, neben einem Mann, der wie nur wenige andere in seiner Zeit eine neue Nachkriegs-Lebensart verkörperte, die eine unzweifelhaft glaubhafte, internationale Kultur mit sich trugen – eine Seltenheit in der moralisch rundum kompromittierten Nachkiegssituation. Und darin traf sie ihre Entscheidung: Sie wurde sozusagen aus dem Stand heraus die elegante und stets intelligent charmierende Umflatterung eines Grandseigneurs. So hielt sie ihrem Mann den Rücken frei, listig, humorvoll, damenhaft, durchsetzungsbetont, und als eine Art Gegenprofil: Wo er durcheinandergeriet, war sie ordentlich, wo er instinktiv genialisch handelte, sicherte sie das Terrain, und am Ende der Party hatte immer sie die Visitenkarten eingesammelt.»</p>



<p>Ohne die Grubers hätte die Fotografie nicht den Status einer gleichberechtigten Kunst erlangt. L. Fritz Gruber organisierte die legendären Bilderschauen der Kölner Photokina über 30 Jahre, stellte dabei den amerikanischen Fotokünstler Man Ray aus, mit dem er freundschaftlich verbunden war. Auch August Sander, Erich Salomon und andere wurden von ihm kuratiert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1200" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Grab-Grubers-Melaten-Friedhof.jpg" alt="Grab von Lady Renate Gruber, L. Fritz Gruber auf dem Melaten-Friedhof" class="wp-image-2230" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Grab-Grubers-Melaten-Friedhof.jpg 1600w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Grab-Grubers-Melaten-Friedhof-350x263.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Grab-Grubers-Melaten-Friedhof-768x576.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Grab-Grubers-Melaten-Friedhof-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></figure>



<p>Renate Gruber hat sich in die Fotografie hineingearbeitet, ohne jemals selbst ein Foto gemacht zu haben. Sie baute mit ihrem Mann gemeinsam Sammlungen auf, kuratierte mit ihm die Ausstellung «Das imaginäre Photo-Museum» in der Josef-Haubrich-Kunsthalle. Sie betreute den Nachlass der Familie Gruber, der dann tragischerweise mit dem Einsturz des Kölner Stadt-Archivs stark beschädigt oder zerstört wurde. Nachtragend aber war sie nicht: Auch nach dieser Katastrophe gab sie Fotos an das Archiv ab.</p>



<p>Der Freundeskreis der Familie Gruber zeigt die weltoffene Weite ihrer Beziehungen: Alice Schwarzer, der Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort, die Schauspielerin Sabine Postel, der Bauturm-Architekt Peter Busmann waren unter den Trauergästen. Einen Teil der Asche hatte Bettina Gruber, die Tochter, schon vor einiger Zeit in der Lieblingsstadt der Grubers verstreut: in der Lagune von Venedig.</p>



<p>Jürgen Wilhelm, ebenfalls ein jahrzehntelanger Freund der Familie, erzählte in seiner anekdotenreichen Abschiedsrede von den Reisen der Grubers, insbesondere nach Paris und Venedig. Man kam nicht etwa in First-Class-Hotels unter, nein, ein Bezug zu ihrer Leidenschaft, der Fotografie, sollte schon gegeben sein. So logierte man in Paris in einem kleinen Hotel, in dem vor Jahrzehnten Man Ray gewohnt hatte; man konnte sich im Zimmer zwar kaum umdrehen, aber: Es ging um das Gefühl, das «sentiment», die Erinnerung an den Freund.</p>



<p>Jürgen Wilhelm beendete seine Rede mit warmherzigen Worten: «Wir verabschieden uns heute von einer Dame, einer Lady – mit einem herrlich gekieksten «absolutely», würde sie dieser Kennzeichnung zugestimmt haben – einer Dame, die eine lebenbejahende, fröhliche Philanthropin war und ihre Freunde in kultiviertester Form daran teilhaben ließ. Diese Zuneigung, die durchaus auch Distanz einschloss und deshalb Noblesse genannt werden darf, werden wir nicht vergessen. Welche Freude, sie gekannt zu haben!»</p>



<p>Ein letztes Zitat aus Achim Mantscheffs famoser Abschiedsrede, das den Charakter der Lady Renate zeigt: «Kann man sich zum Sterben entscheiden? Nach vielen Abschieden, die ich miterleben durfte, würde ich sagen: Ja. So auch hier – sie hatte sich entschieden. Eines Morgens rief Bettina mich an und meinte, daß Renate soeben gesagt habe, daß sie jetzt sterben werde. Kurz danach hörte sie auf, irgendetwas außer Speiseeis zu sich zu nehmen, und wurde immer durchsichtiger. Viele Freunde kamen fast täglich vorbei, allen voran Stefan, Martina und Piotr, Norbert, und viele andere, sie sprachen sie an oder lasen ihr vor. Während meines letzten Besuchs dann lag sie da, und murmelte etwas, was ich nicht verstand, sodaß ich fragend ihre Pflegerin und Vertraute Renata anschaute. Diese sagte: Jaja, das heißt ‹Chanel›. Und so war es. Sie duftete sie etwas ein, und Renate, soweit das noch möglich war, strahlte. Chanel als letztes Wort. Humorvoll, elegant: Perfekt.»</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/lady-renate-gruber/">Lady Renate Gruber</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Laura von Oelbermann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 21:35:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Laura von Oelbermann, geb. Nickel, war eine wohlhabende Mäzenin und Stifterin, sie unterstützte vor allem alleinstehende junge Mütter und protestantische Einrichtungen. Als Emil Oelbermann starb, war Laura Oelbermann, eine der reichsten Bürgerinnen Kölns, neben den Familien Guilleaume und Oppenheim. Sie zeigte ihren Status, wie Detlev Rick in »Melaten. Gräber erzählen Stadtgeschichte«, Emons Verlag 2006, S [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Laura von Oelbermann, geb. Nickel, war eine wohlhabende Mäzenin und Stifterin, sie unterstützte vor allem alleinstehende junge Mütter und protestantische Einrichtungen.</p>



<p>Als Emil Oelbermann starb, war Laura Oelbermann, eine der reichsten Bürgerinnen Kölns, neben den Familien Guilleaume und Oppenheim. Sie zeigte ihren Status, wie Detlev Rick in »Melaten. Gräber erzählen Stadtgeschichte«, Emons Verlag 2006, S 73, erzählt: »Es war immer eine grandiose Schau, wenn Laura Oelbermann ihre Villa am Hohenstaufenring verließ. Regelmäßig machte sie mit Freundinnen und Bekannten Spaziergänge oder ließ sich mit der Kutsche, später ihrem Auto, zu Verabredungen fahren. Die Passanten blieben stehen und staunten über die Pracht, die da an ihnen vorbeirauschte. Ihre Garderobe war Stadtgespräch. In ihren Salons traf sich die Prominenz aus Politik und Kultur.«</p>



<p>Laura Oelbermann war sich auf der anderen Seite bewusst, dass ihr Besitz auch eine Verpflichtung war. Sie stiftete immer wieder beträchtliche Teile ihres Vermögens für soziale Zwecke. So gab sie 150.000 Mark für den Bau des evangelischen Krankenhauses im Weyertal, was mehr als ein Viertel der Gesamtkosten ausmachte. Sie spendete 1 Million Mark für den Bau eines Hospitals auf dem Ölberg in Jerusalem und unterstützte auch das Museum für Ostasiatische Kunst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Melaten_MA_70_Oelbermann.jpg" alt="Melaten_MA_70_Oelbermann" class="wp-image-664" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Melaten_MA_70_Oelbermann.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Melaten_MA_70_Oelbermann-350x263.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Melaten_MA_70_Oelbermann-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/laura-von-oelbermann/">Laura von Oelbermann</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Ludwig Gies</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2019 19:31:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="403" height="700" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies-Portrait.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ludwig_Gies-Portrait" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies-Portrait.jpg 403w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies-Portrait-288x500.jpg 288w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /></div><p>Der renommierte Bildhauer Ludwig Gies erlebt nicht nur Erfolge: Sein »Lübecker Kruzifixus« ist der Münchner Presse und weiten Teilen des Publikums zu stark expressionistisch, und muss schließlich entfernt werden. 1937 eröffnet die nationalsozialistische Propaganda-Ausstellung »Entartete Kunst« ihre Schau mit diesem Werk. In den Kölner Jahren gestaltet Gies zahlreiche Glasfenster für profane und sakrale Räume, darunter [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="403" height="700" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies-Portrait.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Ludwig_Gies-Portrait" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies-Portrait.jpg 403w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies-Portrait-288x500.jpg 288w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /></div><p>Der renommierte Bildhauer Ludwig Gies erlebt nicht nur Erfolge: Sein »Lübecker Kruzifixus« ist der Münchner Presse und weiten Teilen des Publikums zu stark expressionistisch, und muss schließlich entfernt werden. 1937 eröffnet die nationalsozialistische Propaganda-Ausstellung »Entartete Kunst« ihre Schau mit diesem Werk.</p>



<p>In den Kölner Jahren gestaltet Gies zahlreiche Glasfenster für profane und sakrale Räume, darunter die berühmten Engelchöre in St. Kolumba, Reliefs und Schriftzüge aus vielerlei Materialien, u.a. für den WDR oder Die Brücke an der Hahnenstraße. Gies’ Werk ist vielgestaltig und umfangreich. Seit seiner Jugend beschäftigt er sich mit Modellieren, Metalltreiben, Ziselieren, der Herstellung von Mosaiken, Emaille und Holzbildhauerei. Er arbeitet auch in Elfenbein und machte Grafittos.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="580" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig-Gies-Bundesadler-Fette-Henne-1955.jpg" alt="" class="wp-image-347" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig-Gies-Bundesadler-Fette-Henne-1955.jpg 800w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig-Gies-Bundesadler-Fette-Henne-1955-350x254.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig-Gies-Bundesadler-Fette-Henne-1955-768x557.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Die »Fette Henne«, wie der Bundesadler von Ludwig Gies genannt wurde, wacht über die zweite Lesung der Pariser Verträge im Deutschen Bundestag in Bonn am 25. Februar 1955.</figcaption></figure>



<p>Gies übt auf die gesamte rheinische Bildhauerei nachhaltig Einfluss aus. Während des Wiederaufbaus in Köln nach 1945 entstehen großformatige architekturbezogene Arbeiten, die sich bis heute im Stadtbild erhalten haben. Auch der Bundesadler am Bonner Bundeshaus (quasi ein Markenzeichen bundesdeutscher Demokratie der 1950er) stammt von ihm. Bedeutende Arbeiten sind auch die »Trauernde« von 1954 und das Grabmal Hans Böckler auf Melaten.</p>



<p>Ähnlich wie Matare steht Gies dem deutschen Expressionismus nahe, beschreitet jedoch selbständige gestalterische Wege.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies_Grabstein_Hans_Boeckler_Melaten-sw.jpg" alt="" class="wp-image-344" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies_Grabstein_Hans_Boeckler_Melaten-sw.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Ludwig_Gies_Grabstein_Hans_Boeckler_Melaten-sw-350x467.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p></p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/ludwig-gies/">Ludwig Gies</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Max Adenauer</title>
		<link>https://melatenfriedhof.de/grab/max-adenauer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 01:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="300" height="456" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A_Rhöndorf_Deutsch-Französische_Kulturstiftung-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A,_Rhöndorf,_Deutsch-Französische_Kulturstiftung-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Max Adenauer war ein deutscher CDU-Politiker. Er war der Sohn des späteren deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer. Als Oberstadtdirektor bestimmte Adenauer wesentlich die Aufbauphase der Stadt Köln nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Er setzte sich für die Wiedererrichtung der Altstadt und den Erhalt des Grüngürtels ein und baute Köln zu einer Wirtschaftsmetropole in Nordrhein-Westfalen aus. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="300" height="456" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A_Rhöndorf_Deutsch-Französische_Kulturstiftung-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A,_Rhöndorf,_Deutsch-Französische_Kulturstiftung-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" /></div><p>Max Adenauer war ein deutscher CDU-Politiker. Er war der Sohn des späteren deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer.</p>



<p>Als Oberstadtdirektor bestimmte Adenauer wesentlich die Aufbauphase der Stadt Köln nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Er setzte sich für die Wiedererrichtung der Altstadt und den Erhalt des Grüngürtels ein und baute Köln zu einer Wirtschaftsmetropole in Nordrhein-Westfalen aus. Die Nord-Süd-Fahrt und mehrere Brücken wurden in seiner Amtszeit gebaut. Vor allem der Ausbau des Köln-Bonner Flughafens lag ihm am Herzen, der später nach seinem Vater Konrad-Adenauer-Flughafen benannt wurde. 1954 war er am neuen Universitätsvertrag beteiligt, der die Grundlage für den Ausbau der Kölner Universität wurde, heute mit über 40.000 Studierenden eine der größten deutschen Hochschulen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="528" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A_Rhöndorf_Deutsch-Französische_Kulturstiftung.jpg" alt="" class="wp-image-646" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A_Rhöndorf_Deutsch-Französische_Kulturstiftung.jpg 800w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A_Rhöndorf_Deutsch-Französische_Kulturstiftung-350x231.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F038929-0001A_Rhöndorf_Deutsch-Französische_Kulturstiftung-768x507.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Sitzung der deutsch-französischen Kulturstiftung im Konrad Adenauer Haus in Rhöndorf. (links: Dr. Adenauer)</figcaption></figure>



<p>Adenauer war über Parteigrenzen hinweg anerkannt. Bei der Kommunalwahl 1965 gab es einen Erdrutschsieg der SPD, sie gewann 40 Ratssitze, die CDU nur 27. Kölns amtierender SPD-Oberbürgermeister Theo Burauen wollte Adenauer als Oberstadtdirektor behalten. Der lehnte dankend ab, da er nun eine Verwaltung repräsentieren müsste, in der seine Partei nicht mehr die Mehrheit hätte. Sein Nachfolger wurde Dr. Heinz Mohnen, dessen Grabstätte ebenfalls auf Melaten liegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1035" height="953" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Max_Adenauer-Grab.jpg" alt="" class="wp-image-647" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Max_Adenauer-Grab.jpg 1035w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Max_Adenauer-Grab-350x322.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Max_Adenauer-Grab-768x707.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1035px) 100vw, 1035px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/max-adenauer/">Max Adenauer</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>René Deltgen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 01:02:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="840" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1.jpg 795w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1-350x459.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1-768x1008.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Deltgen ist als Bühnen-, Fernseh- und Filmschauspieler erfolgreich und stilprägend. In Köln besteht er die Aufnahmeprüfung zum Schauspielstudium und erhält ein Stipendium. Bis 1934 ist René Deltgen am Kölner Schauspielhaus engagiert. 1936 holt ihn Eugen Klöpfer an die Volksbühne nach Berlin. Deltgen spielte große Charakterrollen der klassischen und modernen Bühnenliteratur, wie in „Die Räuber“, „Des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="840" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1.jpg 795w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1-350x459.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/René-Deltgen-Photo-sw-copyright-Bredohl-Lepper-1-768x1008.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Deltgen ist als Bühnen-, Fernseh- und Filmschauspieler erfolgreich und stilprägend. In Köln besteht er die Aufnahmeprüfung zum Schauspielstudium und erhält ein Stipendium. Bis 1934 ist René Deltgen am Kölner Schauspielhaus engagiert. 1936 holt ihn Eugen Klöpfer an die Volksbühne nach Berlin.</p>



<p>Deltgen spielte große Charakterrollen der klassischen und modernen Bühnenliteratur, wie in „Die Räuber“, „Des Teufels General“, „Endstation Sehnsucht“, „Besuch der alten Dame“ oder „Tod eines Handlungsreisenden.“ Er spielt unter anderem auf den Städtischen Bühnen Köln, an den Münchener und Hamburger Kammerspielen, am Schauspielhaus Zürich und am Wiener Burgtheater.</p>



<p>Zeit seines Lebens gilt seine Liebe dem Theater, einem breiteren Publikum wurde Deltgen jedoch durch seine Filmrollen bekannt. In den 50er- und 60er-Jahren hat Deltgen dank seiner prägnanten Stimme und Intonation zudem große Erfolge im Radio, unter anderem mit den Francis-Durbridge-Hörspielen um den Detektiv Paul Temple. Als Sprecher synchronisiert er Größen wie Spencer Tracy und Kirk Douglas.&nbsp;</p>



<p>2004 widmet Michael Wenk dem bis heute berühmtesten luxemburgischen Schauspielers den Dokumentarfilm »René Deltgen – Der sanfte Rebell«.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/rene-deltgen/">René Deltgen</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Sigmar Polke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2022 13:26:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="530" height="659" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/sigmar-polke-portrait-platen-artists.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/sigmar-polke-portrait-platen-artists.jpg 530w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/sigmar-polke-portrait-platen-artists-350x435.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /></div><p>Sigmar Polke ist einer der namhaftesten, innovativsten, umstrittensten und teuersten deutschen Maler der Gegenwart. In Schlesien kam er auf die Welt, seine Familie floh mit ihm 1945 nach Thüringen, 1953 ging es weiter nach Düsseldorf. Hier absolvierte er eine Glasmalerlehre und studierte in den wilden 60er Jahren an der Kunstakademie. Zusammen mit Gerhard Richter und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="530" height="659" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/sigmar-polke-portrait-platen-artists.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/sigmar-polke-portrait-platen-artists.jpg 530w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/sigmar-polke-portrait-platen-artists-350x435.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /></div><p>Sigmar Polke ist einer der namhaftesten, innovativsten, umstrittensten und teuersten deutschen Maler der Gegenwart. In Schlesien kam er auf die Welt, seine Familie floh mit ihm 1945 nach Thüringen, 1953 ging es weiter nach Düsseldorf. Hier absolvierte er eine Glasmalerlehre und studierte in den wilden 60er Jahren an der Kunstakademie. </p>



<p>Zusammen mit Gerhard Richter und Konrad Lueg gründete er einen Kunststil, dessen Name programmatisch für die ironische Haltung Polkes und seiner Mitstreiter war: »Kapitalistischer Realismus«. Man orientierte sich an der neuen amerikanischen Pop-Art und setzte dem monumentalen »Sozialistischen Realismus« der Ostblockstaaten eine Kunst entgegen, die dem in ihren Augen altbackenen und gleichzeitig nationalistischen Verständnis vor allem der DDR-Künstler rückständige Spießigkeit vorwarf.</p>



<figure class="wp-block-image size-full farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="2000" height="2120" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969.jpg" alt="" class="wp-image-1714" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969.jpg 2000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969-350x371.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969-1509x1600.jpg 1509w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969-768x814.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969-1449x1536.jpg 1449w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Propellerfrau-Gemaelde-1969-1932x2048.jpg 1932w" sizes="auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption>Sigmar Polke – Propellerfrau (Öl auf Gardine; 1969)</figcaption></figure>



<p>Polke machte bald Karriere: Er wurde Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und war an der Documenta 5 in Kassel, ebenso der Documenta 6 und der Documenta 7 1982 beteiligt – eine Art Ritterschlag für bildende Künstler. Seine Arbeiten, oft Collagen aus Fotos, Zeitungsschnipseln und anderen Materialien, stellten die Kunstkritik vor diffizile Probleme: Wo bleibt das Ernsthafte? </p>



<p>Man kann das recht anschaulich an der Diskussion über eines seiner berühmtesten Bilder nachvollziehen: »Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!« In der ZEIT vom 3. April 2019 setzt sich der Autor Luca di Blasi mit der Rezeption dieses Werkes auseinander. Er verweist auf seinen Kollegen Hajo Müller, der schon 12 Jahre zuvor in derselben Zeitung dieses Bild beschrieb als  »ein ziemlich albernes und ziemlich berühmtes Bild, das damals, 1969, auf eine schöne Entheiliger-Karriere deutete.« (ZEIT, 03.04.2019) Polke habe sich immer schon zu Fragen nach der Bedeutung seiner Werke sibyllinisch geäußert: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich stand vor der Leinwand und wollte einen Blumenstrauß malen. Da erhielt ich von höheren Wesen den Befehl: Keinen Blumenstrauß! Flamingos malen! Erst wollte ich weitermalen, doch dann wusste ich, dass sie es ernst meinten.</p><cite>Sigmar Polke</cite></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1021" height="1400" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/zwei-im-Spiegel-Sigmar-Polke-Angelika-Platen-fotografiert-von-Angelika-Platen-Willich-1972.jpg" alt="" class="wp-image-1715" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/zwei-im-Spiegel-Sigmar-Polke-Angelika-Platen-fotografiert-von-Angelika-Platen-Willich-1972.jpg 1021w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/zwei-im-Spiegel-Sigmar-Polke-Angelika-Platen-fotografiert-von-Angelika-Platen-Willich-1972-350x480.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/zwei-im-Spiegel-Sigmar-Polke-Angelika-Platen-fotografiert-von-Angelika-Platen-Willich-1972-768x1053.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1021px) 100vw, 1021px" /><figcaption>Zwei im Spiegel – Sigmar Polke und Angelika Platen (Willich, 1972)</figcaption></figure>



<p>Di Blasi nimmt Polke ernst. Möglicherweise habe er sich orientiert an dem Werk des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch von 1915: das »Schwarze Quadrat«, das sich provokativ mit der russischen Ikonen-Tradition auseinandersetzt. </p>



<p>Der Autor sieht allerdings eine andere Deutung des »Höhere-Wesen-Bildes« als wahrscheinlicher an: »Dem 1953 aus Thüringen geflohenen Polke ging es hier offensichtlich darum, zwei Dinge aneinanderzurücken, die im Westen damals weithin als entgegengesetzt betrachtet wurden: Nationalsozialismus und Abstraktion.« Das ist zweifelsohne eine kühne These, die aber im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge fällt, wenn man di Blasi in seinem visuellen Slalomlauf folgt: Er sieht eine zwingende Parallele zu dem Buch »Er ist wieder da« von Timur Vermes, genauer gesagt: zu dessen Titelbild. Das ist mehr als kühn, das ist spektakulär, bahnbrechend, es entbehrt – wie alle Polke-Bilder – der rationalen Beweisführung, es ist: polkesk!</p>



<p>Gleichzeitig nennt di Blasi Polke »eine der herausragenden Künstlergestalten der Gegenwart«. Die New York Times vermutete, er sei womöglich noch einflussreicher als die US-amerikanischen Nachkriegstitanen Andy Warhol, Jasper Johns oder Robert Rauschenberg. Das Museum of Modern Art in New York pries ihn als einen der »wichtigsten und größten Künstler des 20. Jahrhunderts«.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1732" height="1156" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Dieter-Frowein-Lyasso-Sigmar-Polke.jpeg" alt="" class="wp-image-1713" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Dieter-Frowein-Lyasso-Sigmar-Polke.jpeg 1732w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Dieter-Frowein-Lyasso-Sigmar-Polke-350x234.jpeg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Dieter-Frowein-Lyasso-Sigmar-Polke-768x513.jpeg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Dieter-Frowein-Lyasso-Sigmar-Polke-1536x1025.jpeg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1732px) 100vw, 1732px" /><figcaption>Sigmar Polke (rechts) gemeinsam mit seinem Freund&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Frowein-Lyasso">Dieter Frowein-Lyasso</a>&nbsp;(Foto von&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cornel_Wachter">Cornel Wachter</a>)<br></figcaption></figure>



<p>Es scheint so, dass Ironie auch den Kunstmarkt beflügeln kann. 2004 lagen zwei deutsche Maler an der Spitze der weltweiten Liste der gefragtesten und teuersten Künstler: Platz 1 ging an Gerhard Richter, Platz 2 an Sigmar Polke; Polke führte diese Rangliste sogar von 1999 bis 2003 an. (Frankfurter Allgemeine, 27.10.2004) Das Auktionshaus Lempertz führt Polke-Bilder zurzeit mit Preisen zwischen 158.600,–€ und 648.000,–€. Und wie das so ist bei verstorbenen Künstlern: Das Angebot steigt nicht mehr, das könnte bei konstanter Nachfrage zu ansteigenden Preisen führen. Vielleicht liegt das aber auch nur an »höheren Wesen«&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="2000" height="1435" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Grab-Melaten-Friedhof-Koeln.jpg" alt="" class="wp-image-1716" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Grab-Melaten-Friedhof-Koeln.jpg 2000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Grab-Melaten-Friedhof-Koeln-350x251.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Grab-Melaten-Friedhof-Koeln-1920x1378.jpg 1920w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Grab-Melaten-Friedhof-Koeln-768x551.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Sigmar-Polke-Grab-Melaten-Friedhof-Koeln-1536x1102.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /><figcaption>Grab von Sigmar Polke auf dem Melaten-Friedhof in Köln</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/sigmar-polke/">Sigmar Polke</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Theo Burauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 21:25:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="908" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen.jpeg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Theo Burauen 1971 beim Besuch des belgischen Königspaares" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen.jpeg 902w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen-350x497.jpeg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen-768x1090.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Theo Burauen war ein deutscher SPD-Politiker. Er gilt als der beliebteste Oberbürgermeister der Stadt Köln in der Nachkriegszeit. Er errang mit der SPD 1964 mit 57,4% eine absolute Mehrheit im Stadtrat, sein Wirken wurde aber immer als überparteilich angesehen.&#160; In seiner Amtszeit wurde das Rathaus wiederaufgebaut, Opern- und Schauspielhaus wurden vom Wilhelm Riphahn errichtet, Wallraf-Richartz-Museum, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="908" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen.jpeg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Theo Burauen 1971 beim Besuch des belgischen Königspaares" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen.jpeg 902w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen-350x497.jpeg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Theo-Burauen-768x1090.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Theo Burauen war ein deutscher SPD-Politiker. Er gilt als der beliebteste Oberbürgermeister der Stadt Köln in der Nachkriegszeit. Er errang mit der SPD 1964 mit 57,4% eine absolute Mehrheit im Stadtrat, sein Wirken wurde aber immer als überparteilich angesehen.&nbsp;</p>



<p>In seiner Amtszeit wurde das Rathaus wiederaufgebaut, Opern- und Schauspielhaus wurden vom Wilhelm Riphahn errichtet, Wallraf-Richartz-Museum, Agrippabad und Sporthochschule kamen hinzu sowie die Severins- und die Zoobrücke, der neue Hauptbahnhof und die Sporthalle in Deutz.</p>



<p>Am 23. Juni 1963 begrüßte Burauen den US-Präsidenten John F. Kennedy im Kölner Rathaus. Kennedy hat bei diesem Besuch den berühmten Satz gesagt: »May I greet you with the old Rheinish swing, Kölle Alaaf.« Auch die Queen und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle wurden von Burauen in Köln empfangen. 1968 überlebte er einen Flugzeugabsturz in Ruanda.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="528" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F033761-0017_Köln_Staatsbesuch_König_von_Belgien.jpg" alt="" class="wp-image-661" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F033761-0017_Köln_Staatsbesuch_König_von_Belgien.jpg 800w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F033761-0017_Köln_Staatsbesuch_König_von_Belgien-350x231.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F033761-0017_Köln_Staatsbesuch_König_von_Belgien-768x507.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Staatsbesuch des belgischen Königspaares
Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Köln
(links: Dr. h. c. Theo Burauen, Oberbürgermeister)</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/theo-burauen/">Theo Burauen</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Tiny Wirtz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2024 16:35:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="998" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt.jpg 641w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt-321x500.jpg 321w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Wer glaubt, der Rhein-Erftkreis sei provinziell, der irrt. Gleich zwei weltberühmte Musiker rückten in den letzten Tagen in den Mittelpunkt des Interesses, die hier geboren, aufgewachsen und gestorben sind: Tiny Wirtz, Pianistin aus Horrem, und Bernd Alois Zimmermann, Komponist aus Bliesheim. Am 9.1.2022 starb Tiny Wirtz mit 99 Jahren. Am Mittwoch wurde sie auf dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="998" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt.jpg 641w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2024/05/Tiny-Witz-Albumcover-Ausschnitt-321x500.jpg 321w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Wer glaubt, der Rhein-Erftkreis sei provinziell, der irrt. Gleich zwei weltberühmte Musiker rückten in den letzten Tagen in den Mittelpunkt des Interesses, die hier geboren, aufgewachsen und gestorben sind: Tiny Wirtz, Pianistin aus Horrem, und Bernd Alois Zimmermann, Komponist aus Bliesheim. </p>



<p>Am 9.1.2022 starb Tiny Wirtz mit 99 Jahren. Am Mittwoch wurde sie auf dem Melaten-Friedhof in Köln begraben. Pfarrer Franz Meurer, in Köln bekannter Priester mit rheinischem Zungenschlag und unbekümmerter Redeweise, führte durch die Trauerfeier in der Maria Magdalena Kapelle auf Melaten. Er umschrieb in berührender Weise den Charakter der Verstorbenen: «Bei aller Disziplin hatte ihr Leben etwas Leichtes gehabt, etwas Großzügiges. Sie hatte gelegentlich einen recht bissigen Humor.» Herbert Vietor, Organist und ehemaliger Musiklehrer am Kerpener Gymnasium, konnte bei anderer Gelegenheit dazu eine Anekdote beitragen: «Einer ihrer Klavierschüler kam niedergeschlagen von einem Wettbewerb, er hatte verloren. Tiny Wirtz beruhigte ihn. Wenn man alle Töne, die der Sieger falsch gespielt hat, zusammennimmt, könne man daraus eine komplette Klaviersonate komponieren!» </p>



<p>Tiny Wirtz bekam schon als Kind beim Organisten der Horremer Pfarrkirche Klavierunterricht; nach kurzer Zeit merkte ihr Lehrer aber, dass sie zu gut für ihn war. Also gaben ihre Eltern sie zu einem Pianisten nach Köln, sie ging auf die Rheinische Musikschule und bestand am 12.4.1946 ihre Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Köln. Am selben Abend, was man durchaus als Sensation auffassen darf, debütierte sie mit der Uraufführung der «Extemporale» von Bernd Alois Zimmermann in Hörsaal I der Kölner Universität. </p>



<p>Später führte sie alle Solo-Klavier-Werke Zimmermanns als erste auf. Zimmermann war einer der angesehensten Komponisten der Neuen Musik, berühmt wurde seine Oper «Die Soldaten», die 1965 an der Kölner Oper uraufgeführt wurde. Die enge Beziehung zwischen Tiny Wirtz und Bernd Alois Zimmermann zeigte sich auch darin, dass Tiny Wirtz die Patentante seine Sohnes Gereon war. Bettina Zimmermann, die Tochter von Bernd Alois, zitiert in ihrem Buch über ihren Vater («con tutta forza – Bernd Alois Zimmermann») Tiny Wirtz: «Es war eine nette Freundschaft zwischen uns. Man machte etwas zusammen und unterhielt sich dann. Wir haben uns über Musik unterhalten, auch manchmal gealbert, er hat ja auch Witze erzählt. Er sprach ein anderes Platt als wir in Horrem, rrrrollte das r und erzählte die Witze dann auf Bliesheimer Platt.» </p>



<p>Tiny Wirtz wurde aufgrund ihres Talents, aber auch wegen ihrer Unerschrockenheit von einflussreichen Mäzenen gefördert, zum Beispiel von Peter Werhahn, einem bekannten Unternehmer, dem unter anderem die Horremer Brikettfabrik gehörte. Sie zählte zu den Gründungsmitgliedern der Donnerstagsgesellschaft Alfter, einem Zusammenschluss von Kunstinteressierten Menschen, z.B. dem Politiker Carlo Schmid, dem Juristen und Kunstsammler Josef Haubrich, dem Maler Georg Meistermann, der Schauspielerin Elisabeth Flickenschild. Sie war auch Mitglied bei den «Soroptimist International», einem Zusammenschluss berufstätiger Frauen. </p>



<p>Tiny Wirtz machte nicht nur Zimmermann bekannt, sie widmete sich auch romantischen Komponisten wie Robert Schumann, dessen «Blumenstück» bei der Beerdigungsfeier zu hören war, in einer Einspielung von Tiny Wirtz. Auch dem Jazz stand sie nahe und zeitgenössischen Komponisten wie Claude Debussy, Paul Hindemith und Igor Strawinsky. </p>



<p>Wirtz arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen, viele Jahre lang nahm sie Einspielungen für die ARD-Anstalten auf. Stefan Kraus, Leiter des Kölner Kolumba-Museums, berichtete bei der Trauerfeier, dass sie für diese Einspielungen nur ein schlechtes Honorar erhalten habe, sie diese später dann zum Eigenbedarf nutzen wollte und dafür einen deutlich höheren Preis entrichten musste. Mehr als 30 Jahre unterrichtete sie als Professorin an der Musikhochschule Köln. </p>



<p>Ihr Grab auf Melaten liegt zwischen dem des Malers Friedrich Vordemberge und dem von Toni Feldenkirchen, dem Leiter des Kölnischen Kunstvereins von 1942 bis 1972. Kolumba-Leiter Kraus: «Sie hatte sich die Grabstelle schon vor Jahren gekauft. Sie bestand darauf, dass der Grabstein aus unbehandelter Grauwacke die beiden Nachbargräber auf keinen Fall dominieren dürfe.» Eine große Künstlerin und eine bescheidene Frau.</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/tiny-wirtz/">Tiny Wirtz</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Vincenz Statz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2019 11:11:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="673" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt.jpg 1201w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt-350x368.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt-768x807.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Das Leben und Wirken von Vincenz Statz ist durchzogen von der Liebe zur Gotik. Auf zahlreichen Reisen studiert er die mittelalterlichen Originale. Gotik, das bedeutet im 19. Jahrhundert die positive Rückwendung ins romantisch gedachte Mittelalter. Der neugotische Stil ist durchaus politisch gefärbt. Jede europäische Nation beschwört in der Nachahmung mittelalterlicher Architektur ihre »große« Vergangenheit. Die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="673" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt.jpg 1201w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt-350x368.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Litho-Ausschnitt-768x807.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Das Leben und Wirken von Vincenz Statz ist durchzogen von der Liebe zur Gotik. Auf zahlreichen Reisen studiert er die mittelalterlichen Originale. Gotik, das bedeutet im 19. Jahrhundert die positive Rückwendung ins romantisch gedachte Mittelalter. Der neugotische Stil ist durchaus politisch gefärbt. Jede europäische Nation beschwört in der Nachahmung mittelalterlicher Architektur ihre »große« Vergangenheit. Die nationalistisch aufgeheizte Rezeption der Gotik führt zwischen Frankreich und Deutschland sogar zu einem Streit der Kunsthistoriker darüber, wer die Gotik denn nun erfunden habe. Im katholischen Rheinland steht die Neugotik zudem für eine kirchen- und papsttreue Haltung.&nbsp;</p>



<p>Statz’ aktive Phase fällt genau in diese spannende, problematische Epoche. An der Dombauhütte wird er ein enger Mitarbeiter des Dombaumeisters Zwirner, der die profunden Kenntnisse seines Werkmeisters offenbar schätzt. Ein anderer Werkmeister ist Friedrich von Schmidt, der das neugotische Rathaus von Wien baut. Die Kölner Dombauhütte ist seit den 1840er Jahren eine Verbreitungszelle neugotischer Formen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1001" height="1472" data-id="707" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Joseph_Köln-Ehrenfeld-Vincenz-Statz.jpg" alt="" class="wp-image-707" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Joseph_Köln-Ehrenfeld-Vincenz-Statz.jpg 1001w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Joseph_Köln-Ehrenfeld-Vincenz-Statz-340x500.jpg 340w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Joseph_Köln-Ehrenfeld-Vincenz-Statz-768x1129.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1001px) 100vw, 1001px" /><figcaption class="wp-element-caption">St. Joseph in Köln-Ehrenfeld</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="668" data-id="708" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wasserschloss_Weißhaus-RS-Vincenz-Statz.jpg" alt="" class="wp-image-708" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wasserschloss_Weißhaus-RS-Vincenz-Statz.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wasserschloss_Weißhaus-RS-Vincenz-Statz-350x234.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wasserschloss_Weißhaus-RS-Vincenz-Statz-768x513.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Weißhaus in Köln Sülz</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="1600" data-id="713" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Neustadt_Kirche_Turm-Vincenz-Statz-948x1600.jpg" alt="" class="wp-image-713" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Neustadt_Kirche_Turm-Vincenz-Statz-948x1600.jpg 948w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Neustadt_Kirche_Turm-Vincenz-Statz-296x500.jpg 296w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Neustadt_Kirche_Turm-Vincenz-Statz-768x1296.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Neustadt_Kirche_Turm-Vincenz-Statz-910x1536.jpg 910w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Neustadt_Kirche_Turm-Vincenz-Statz.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption class="wp-element-caption"> St. Marien in Neustadt an der Weinstraße</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="735" height="997" data-id="714" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Mauritius_Köln-Vincenz-Statz.jpg" alt="" class="wp-image-714" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Mauritius_Köln-Vincenz-Statz.jpg 735w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/St._Mauritius_Köln-Vincenz-Statz-350x475.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px" /><figcaption class="wp-element-caption">St. Mauritius in Köln</figcaption></figure>
</figure>



<p>Als Diözesanbaumeister entwirft Statz an die 150 Kirchen, Pfarrerwohnungen, Krankenhäuser, Schlossbauten (Schloss Wissen), Rathäuser (etwa das zerstörte Ehrenfelder Rathaus) und Pläne für Kanzeln, Teppiche und Altäre. Seine drei herausragenden Kirchenbauten sind der neue Dom in Linz a.d.D., die Mauritiuskirche in Köln sowie die Aachener Marienkirche.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="1295" height="1051" data-id="711" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/alte-Marienkirche-Aachen-Vincenz-Statz.jpg" alt="" class="wp-image-711" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/alte-Marienkirche-Aachen-Vincenz-Statz.jpg 1295w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/alte-Marienkirche-Aachen-Vincenz-Statz-350x284.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/alte-Marienkirche-Aachen-Vincenz-Statz-768x623.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1295px) 100vw, 1295px" /><figcaption class="wp-element-caption">Entwurfszeichnung der alten Marienkirche in Aachen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="1188" height="919" data-id="712" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Altes-Ehrenfelder-Rathaus-Vincenz-Statz.jpg" alt="" class="wp-image-712" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Altes-Ehrenfelder-Rathaus-Vincenz-Statz.jpg 1188w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Altes-Ehrenfelder-Rathaus-Vincenz-Statz-350x271.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Altes-Ehrenfelder-Rathaus-Vincenz-Statz-768x594.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1188px) 100vw, 1188px" /><figcaption class="wp-element-caption">altes Ehrenfelder Rathaus an der Venloer Straße auf einer Postkarte aus dem Jahre 1902</figcaption></figure>
</figure>



<figure class="wp-block-image size-large farbig"><img loading="lazy" decoding="async" width="1186" height="1600" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861-1-1186x1600.jpg" alt="Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861" class="wp-image-701" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861-1-1186x1600.jpg 1186w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861-1-350x472.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861-1-768x1036.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861-1-1138x1536.jpg 1138w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Vincenz_Statz_Und_fertig_wird_er_doch_1861-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1186px) 100vw, 1186px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gemälde von Vincenz Statz: »Und fertig wird er doch!«</figcaption></figure>



<p>Für Melaten gestaltet Statz Grabmale: Meist Hochkreuze wie für den Juristen Ernst August Reichensperger oder für den Freiherrn von Thimus. Sein eigenes Grabmal stammt selbstverständlich auch von ihm. Mit Reichensperger schreibt Statz ein Buch über mittelalterliche Architektur alleine ein »Musterbuch der Gotik«.&nbsp;</p>



<p>Zahlreiche Ehrungen werden ihm zuteil. Statz ist Träger des bayerischen Michaelordens und des anhaltischen Hausordens vom goldenen Löwen.</p>



<p>In seiner Zeit also hochberühmt, bewertet das 20. Jahrhundert die Werke des Neugotikers sehr kritisch. Man unterstellt den Architekten jener Zeit fehlende Innovation und reine Nachahmung. Heute wendet sich das Blatt, da man in den Schöpfungen jener »neuen Gotik« immerhin kreative Neubehandlungen des an sich traditionellen Formenkanons erblickt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="689" height="1024" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Vincenz_Statz.jpg" alt="" class="wp-image-710" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Vincenz_Statz.jpg 689w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Grabstein_Vincenz_Statz-336x500.jpg 336w" sizes="auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grab von Vincenz Statz</figcaption></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/vincenz-statz/">Vincenz Statz</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Wilhelm Albermann</title>
		<link>https://melatenfriedhof.de/grab/wilhelm-albermann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2019 21:13:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wilhelm Albermann ist heute nur noch Eingeweihten ein Begriff. Andere Bildhauer seiner Zeit, wie Rodin oder Hildebrandt, sind bekannter geblieben. Er ist kein künstlerischer Revolutionär, sondern bleibt Zeit seines Lebens der Formenwelt vor 1850 verhaftet – er versteht sich eher als solider Handwerker, schon zu Lebzeiten ist sein Werk stilistisch überholt. Das rheinische Großbürgertum schätzt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wilhelm Albermann ist heute nur noch Eingeweihten ein Begriff. Andere Bildhauer seiner Zeit, wie Rodin oder Hildebrandt, sind bekannter geblieben. Er ist kein künstlerischer Revolutionär, sondern bleibt Zeit seines Lebens der Formenwelt vor 1850 verhaftet – er versteht sich eher als solider Handwerker, schon zu Lebzeiten ist sein Werk stilistisch überholt. Das rheinische Großbürgertum schätzt die glänzende handwerkliche Meisterschaft Albermanns hingegen sehr. Er ist ein gefeierter Mann, reich an Aufträgen und renommiert. Am Friesenplatz liegt sein repräsentatives Wohnhaus mit angrenzender Werkstatt (bezogen 1884 / Architekt: H. O. Pflaume).&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="751" height="1500" data-id="1760" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK_Cologne-Wilhelm-Albermann.jpg" alt="" class="wp-image-1760" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK_Cologne-Wilhelm-Albermann.jpg 751w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK_Cologne-Wilhelm-Albermann-250x500.jpg 250w" sizes="auto, (max-width: 751px) 100vw, 751px" /><figcaption>Sitzbildnis Ferdinand Franz Wallraf (Köln)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="893" height="1500" data-id="1761" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Johann-Heinrich-Richartz-Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK-Koeln-Wilhelm-Albermann.jpg" alt="" class="wp-image-1761" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Johann-Heinrich-Richartz-Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK-Koeln-Wilhelm-Albermann.jpg 893w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Johann-Heinrich-Richartz-Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK-Koeln-Wilhelm-Albermann-298x500.jpg 298w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Johann-Heinrich-Richartz-Ferdinand-Franz-Wallraf-Statue-MAK-Koeln-Wilhelm-Albermann-768x1290.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 893px) 100vw, 893px" /><figcaption>Sitzbildnis Johann Heinrich Richartz (Köln)</figcaption></figure>
</figure>



<p>Fünfzehnjährig absolviert Albermann eine Holzbildhauerlehre in Elberfeld, geht dann an die Kunstakademie in Berlin und ist ab 1865 im Stab des Kölner Baurats Hermann Otto Pflaume (ebenfalls auf Melaten bestattet). Dieser Kontakt scheint nützlich zu sein: Wo Pflaume baut, führt Albermann oft die Bauplastik aus. </p>



<p>Auf Albermanns Werkliste stehen die Villen Deichmann, Langen, Guillaume, Mevissen, Oelbermann oder Gebr. Oppenheim. Auch öffentliche Bauten stattet er mit seinen Skulpturen aus: Das Alte Schauspielhaus Köln, das Alte Hauptpostamt Köln, die Kunsthalle Düsseldorf oder die Drachenburg in Königswinter. Viele Werke werden noch vor dem 2. Weltkrieg abgebrochen, andere gehen später im Bombenhagel unter.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1517" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Maerchenbrunnen-Wuppertal-Wilherlm-Albermann.jpg" alt="" class="wp-image-1755" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Maerchenbrunnen-Wuppertal-Wilherlm-Albermann.jpg 1600w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Maerchenbrunnen-Wuppertal-Wilherlm-Albermann-350x332.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Maerchenbrunnen-Wuppertal-Wilherlm-Albermann-768x728.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Maerchenbrunnen-Wuppertal-Wilherlm-Albermann-1536x1456.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption>Märchenbrunnen in Wuppertal (1897)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1450" height="1600" data-id="1756" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Barbarossa-vom-Wilkinus-Wilherlm-Albermann-1450x1600.jpg" alt="" class="wp-image-1756" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Barbarossa-vom-Wilkinus-Wilherlm-Albermann-1450x1600.jpg 1450w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Barbarossa-vom-Wilkinus-Wilherlm-Albermann-350x386.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Barbarossa-vom-Wilkinus-Wilherlm-Albermann-768x847.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Barbarossa-vom-Wilkinus-Wilherlm-Albermann-1392x1536.jpg 1392w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Barbarossa-vom-Wilkinus-Wilherlm-Albermann.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption>Barbarossa in Sinzig</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1044" height="1600" data-id="1757" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann-1044x1600.jpg" alt="" class="wp-image-1757" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann-1044x1600.jpg 1044w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann-326x500.jpg 326w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann-768x1177.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann-1002x1536.jpg 1002w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann-1336x2048.jpg 1336w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/07/Trier-Jesuitenkirche-Wilherlm-Albermann.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1044px) 100vw, 1044px" /><figcaption>Friedrich Spee in Trier</figcaption></figure>
</figure>



<p>Einige Denkmäler bleiben erhalten, wie der Jan-von-Werth-Brunnen auf dem Alter Markt, die Denkmäler für Wallraf und Richartz (heute vor dem Museum für angewandte Kunst) oder der Mülheimia-Brunnen. Weitere »Albermänner« finden sich auf dem Melaten-Friedhof, so die Grabstätten Trimborn (MA), Hermann Otto Pflaume (MA), Mevissen (HWG) oder Broelsch (HWG). Für viele seiner Engel, Genien und Madonnen sollen ihm seine Söhne und vor allem Lieblingstochter Christine Modell gestanden haben. Nach Albermanns Tod 1913 führen dessen Söhne Franz und Willy die Werkstatt weiter. </p>



<p>Wer sich für Werk und Leben dieses zu Unrecht (fast) vergessenen Bildhauers interessiert, dem sei folgendes Buch empfohlen: <em>Werner Schmidt: Der Bildhauer Wilhelm Albermann – Leben und Werk, Köln 2001.</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="923" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wilhelm_Albermann-Grab-Friedhof-Melaten.jpg" alt="" class="wp-image-354" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wilhelm_Albermann-Grab-Friedhof-Melaten.jpg 1200w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wilhelm_Albermann-Grab-Friedhof-Melaten-350x269.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wilhelm_Albermann-Grab-Friedhof-Melaten-768x591.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/wilhelm-albermann/">Wilhelm Albermann</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Wilhelm Riphahn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 17:30:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Architekt macht eine Lehre an der Kölner Baugewerkschule und hospitiert an den Technischen Hochschulen München, Dresden und Berlin. Riphahn unterhält ein eigenes Architekturbüro in Köln, er ist Mitglied im Deutschen Werkbund und in der Vereinigung für Kunst in Handel und Gewerbe.&#160; Riphahn prägt mit Einzelbauten und Ensembles ein halbes Jahrhundert lang das Stadtbild seiner [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Architekt macht eine Lehre an der Kölner Baugewerkschule und hospitiert an den Technischen Hochschulen München, Dresden und Berlin. Riphahn unterhält ein eigenes Architekturbüro in Köln, er ist Mitglied im Deutschen Werkbund und in der Vereinigung für Kunst in Handel und Gewerbe.&nbsp;</p>



<p>Riphahn prägt mit Einzelbauten und Ensembles ein halbes Jahrhundert lang das Stadtbild seiner Heimatstadt Köln: Zahlreiche Privathäuser, die Oper, die Hahnenstraße mit British Council und das Institut Francais sind einige der bekannten Werke. Mit dem Bau der Bastei am Rheinufer gelingt ihm 1924 der Durchbruch als einer der führenden Architekten der 1920er Jahre. Diese Zeit stellt eine historische Zäsur in der neueren Architekturgeschichte dar. Eine neuartige, auf Stadtstrukturen und Siedlungsformen gerichtete Baukunst entsteht – das sogenannte Neue Bauen bzw. der International Style.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1133" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wilhelm-Riphahn-Bastei-koeln.jpg" alt="" class="wp-image-629" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wilhelm-Riphahn-Bastei-koeln.jpg 1700w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wilhelm-Riphahn-Bastei-koeln-350x233.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wilhelm-Riphahn-Bastei-koeln-768x512.jpg 768w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/12/Wilhelm-Riphahn-Bastei-koeln-1536x1024.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /><figcaption>Die Bastei in Köln wurde 1924 errichtet</figcaption></figure>



<p>Entscheidende Impulse kommen von der niederländischen Gruppe De Stijl, die Riphahn vor Ort studiert. De Stijl gehört zu den Künstlervereinigungen, die sich über die Architektur mit der Großstadterfahrung unter den gesellschaftlichen und politischen Bedingungen der Zeit auseinandersetzt. Die neue Architektur wird als urbanistische Aufgabe verstanden, die dem modernen Leben adäquate und zukunftsweisende Räume geben soll.&nbsp;</p>



<p>Bereits während seiner Ausbildung arbeitet Riphahn für Bruno Taut und ist beeinflusst von diesem führenden Vertreter des Deutschen Werkbundes im Siedlungsbau. Ab 1918 wendet sich Riphahn verstärkt Siedlungen zu. Mit »Grüner Hof« (1922-24) verwirklicht Riphahn in Köln-Mauenheim erstmals in Deutschland eine um einen begrünten Innenhof angeordnete Siedlung in Zeilenbauweise. Der Einfluss des Neuen Bauens zeigt sich klar bei den Projekten »Blauer Hof« (1926-27) und »Weisse Stadt« (1929-32) in Köln-Buchforst: Hier entstehen funktionale, kubische Wohnblöcke.&nbsp;</p>



<p>Es folgen Bauaufgaben für Gastronomie und Industrie, Riphahn realisiert Geschäftshäuser, Kirchen und Lichtspielhäuser. Sein » elementar-plastisches Raumempfinden« und viel Anerkennung von Institutionen führen zur Verleihung des Ehrendoktortitels. Als Träger des Grossen Kunstpreises des Landes NRW und Mitglied der Akademie der Künste in Berlin gelingt Riphahn der Sprung in den Kreis der deutschen Architektur-Avantgarde. Neben Schwarz gehört er zu den frühesten Planern des Kölner Wiederaufbaus, unter anderem mit einer der ersten realisierten Geschäftstrassen in Deutschland, der Hahnenstrasse. Riphahns Hauptwerk ist zweifellos der Bauten-Komplex Opernhaus mit Schauspielhaus in Köln – man ist sich über die Bedeutung der neuen Kultureinrichtung in dem wiedererstehenden Köln sehr bewusst.</p>



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		<title>Willy Millowitsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 09:42:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="640" height="640" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-350x350.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-150x150.jpg 150w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-768x768.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Willy Millowitsch stammte aus einer uralten Theaterdynastie. Mit seinem Urahn Michael Millowitsch (wahrscheinlich damals «Millewitz») wurde 1792 erstmals ein Puppenspieler erwähnt. Sein Sohn Franz Andreas spielte mit Stockpuppen an der Deutzer Schiffbrücke, um die Leute zu unterhalten, die auf ein Schiff warteten. Dessen Enkel Wilhelm Josef Millowitsch wandelte das Puppentheater 1895 in ein echtes Menschentheater [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="640" height="640" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof.jpg 1000w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-350x350.jpg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-150x150.jpg 150w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-768x768.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div><p>Willy Millowitsch stammte aus einer uralten Theaterdynastie. Mit seinem Urahn Michael Millowitsch (wahrscheinlich damals «Millewitz») wurde 1792 erstmals ein Puppenspieler erwähnt. Sein Sohn Franz Andreas spielte mit Stockpuppen an der Deutzer Schiffbrücke, um die Leute zu unterhalten, die auf ein Schiff warteten. Dessen Enkel Wilhelm Josef Millowitsch wandelte das Puppentheater 1895 in ein echtes Menschentheater um: die «Kölner Plattdeutsche Volksbühne» am Neumarkt. </p>



<p>Willy übernahm 1940 das Theater von seinem Vater Peter. Nach dem Krieg boomte das Haus, nicht zuletzt dank der Unterstützung des Fernsehens. </p>



<p>Von da an war der Erfolg nicht mehr aufzuhalten. Willy im Fernsehen, Willy im Karneval, Willy auf der Bühne, die Ehrungen häuften sich: sein Denkmal auf «seinem» Platz an der Apostelnstraße, Großes Bundesverdienstkreuz, die «Höhner» widmeten ihm einen Song «Willy, wat wör Kölle ohne dich». </p>



<p>Nachdem es nur noch einen einzigen dynastischen Nachfolger mit Namen «Millowitsch» gab, der aber als Ingenieur in Asien lebt, musste Peter Millowitsch, Willys Sohn, schweren Herzens das Theater für immer schließen. Die letzte Inszenierung hieß: «Wer weiß, wofür et jot es».</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="960" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Grab-Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof.jpeg" alt="" class="wp-image-1965" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Grab-Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof.jpeg 1280w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Grab-Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-350x263.jpeg 350w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2022/12/Grab-Willy-Millowitsch-Melaten-Friedhof-768x576.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></figure>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/willy-millowitsch/">Willy Millowitsch</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Wolfgang Anheisser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2019 21:32:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div><img width="632" height="874" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971.jpg 632w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971-350x484.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 632px) 100vw, 632px" /></div><p>Anheisser absolviert zunächst eine Gesangsausbildung in Freiburg. Nach einer Tournee bleibt er in Johannisburg, wo er noch einmal Gesang studiert. 1960 kehrt der Bariton nach Deutschland zurück und wird schnell erfolgreich. Er hatt feste Engagements in München, Gelsenkirchen und Köln – und viele Gastauftritte. Anheisser singt in Antwerpen, Florenz, Kopenhagen, Palermo, Salzburg, New York und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img width="632" height="874" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971.jpg" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971" style="margin-bottom: 15px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971.jpg 632w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Portrait-Koeln-1971-350x484.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 632px) 100vw, 632px" /></div><p>Anheisser absolviert zunächst eine Gesangsausbildung in Freiburg. Nach einer Tournee bleibt er in Johannisburg, wo er noch einmal Gesang studiert.</p>



<p>1960 kehrt der Bariton nach Deutschland zurück und wird schnell erfolgreich. Er hatt feste Engagements in München, Gelsenkirchen und Köln – und viele Gastauftritte. Anheisser singt in Antwerpen, Florenz, Kopenhagen, Palermo, Salzburg, New York und Berlin.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="512" height="350" src="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Strauss-Ariadne-auf-Naxos-Harlekin.jpg" alt="Wolfgang-Anheisser-Strauss-Ariadne-auf-Naxos-Harlekin" class="wp-image-1763" srcset="https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Strauss-Ariadne-auf-Naxos-Harlekin.jpg 512w, https://melatenfriedhof.de/wp-content/uploads/2019/10/Wolfgang-Anheisser-Strauss-Ariadne-auf-Naxos-Harlekin-350x239.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure>



<p>Seinen Tod kann man nur tragisch nennen: Im Alter von 44 Jahren, kurz vor dem definitiven internationalen Durchbruch, stirbt er bei einem Unfall auf der Bühne. Als »Bettelstudent« im Kölner Opernhaus muss Anheisser von einem vier Meter hohen Balkon springen. Das Halteseil ist nicht richtig befestigt, er stürzt vor den Augen des entsetzten Publikums in die Tiefe. Seine gefüllten Lungen werden zerstört, nichts hilft mehr, und er stirbt am 5. Januar 1974.</p>



<p>Noch heute schwärmen namhafte Kritiker von der Vielseitigkeit seiner Stimme, den unangestrengten Höhen und sonoren Tiefen. Wolfgang Anheisser artikuliert jedes Wort und geht (ob im Lyrischen Fach, Charakter- oder Spielfach) wandlungsfähig auf jede Nuance von Text und Musik ein.&nbsp;</p>The post <a href="https://melatenfriedhof.de/grab/wolfgang-anheisser/">Wolfgang Anheisser</a> first appeared on <a href="https://melatenfriedhof.de">Melaten-Friedhof</a>.]]></content:encoded>
					
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