Hans-Jürgen Wischnewski

Bundesarchiv_B_145_Bild-F079279-0005,_Münster,_SPD-Parteitag,_Wischnewski-Ausschnitt

* 24.07.1922 in Allenstein (Ostpreußen)

24.02.2005 in Köln

Politik

LAGE DES GRABES: Flur 3 in N

1953 Sekretär bei der IG Metall (bis 1959)
1957 Mitglied des Deutschen Bundestages (bis 1990)
1959 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten (bis 1961)
1961 Mitglied des Europäischen Parlaments (bis 1965)
1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit
1968 Bundesgeschäftsführer der SPD
1970 Mitglied des Parteivorstandes der SPD
1974 Staatsminister im Auswärtigen Amt (bis 1976)
1976 Staatsminister im Bundeskanzleramt (bis 1982)

Hans-Jürgen Wischnewski war ein deutscher SPD-Politiker, der vor allem durch seine Kontakte mit arabischen und afrikanischen Ländern und Politikern bekannt wurde – daher der Spitznamen »Ben Wisch« (eine Schöpfung von Willy Brandt).

Münster, SPD-Parteitag, Wischnewski
30.8.-2.9.1988 SPD-Parteitag in Münster, Halle Münsterland

Wischnewski wurde einer großen Öffentlichkeit bekannt, als er im Herbst 1977 nach der Entführung des Arbeitsgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch die »Rote Armee Fraktion« (RAF) wesentliche Verhandlungen führte. Die Lufthansa-Maschine »Landshut« war von einem palästinensischen Kommando entführt worden, um die Freilassung von RAF-Häftlingen zu erpressen. Wischnewski reiste der Maschine hinterher, verhandelte mit Regierungen und Behörden, zuletzt in der somalischen Hauptstadt Mogadischu, und erreichte, dass die neugebildete deutsche Antiterroreinheit GSG 9 die Maschine stürmen und die Geiseln befreien durfte. 

Auch in der nicaraguanischen Revolution, den Kämpfen zwischen Sandinisten und Contras, vermittelte Wischnewski. In Südamerika nannte man ihn »Comandante Hans«.

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