Hans Katzer

Bundesarchiv_B_145_Bild-F054626-0005,_Ludwigshafen,_CDU-Bundesparteitag,_Katzer-Wikimedia

* 31.01.1919 in Köln

18.07.1996 in Köln

Politik

LAGE DES GRABES: Flur 13 in H

1945 Antritt einer Stelle beim Arbeitsamt in Köln
1945 Mitbegründer der CDU
1948 Abteilungsleiter für Fortbildung und Umschulung
1950 Bundesgeschäftsführer der Sozialausschüsse der CDU (bis 1963)
1952 Mitglied des Rates der Stadt Köln (bis 1958)
1963 Vorsitzender der CDA (Christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft) (bis 1977)
1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (bis 1969)
1969 Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU (bis 1980)
1979 Mitglied des ersten direkt gewählten Europäischen Parlaments (bis 1984)

Hans Katzer war ein deutscher CDU-Politiker. 

Hans Katzer gehörte dem Arbeitnehmerflügel seiner Partei an. Er vertrat die Idee der Einheitsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund und lehnte die Ausgründung der christlichen Gewerkschaftsbewegung ab. Er trat für die paritätische Mitbestimmung ein, also die Stimmengleichheit von Arbeitnehmern und Anteilseignern. Er wandelte die Bundesanstalt für Arbeit zu einer Dienstleistungsbehörde, die auf eine aktive Arbeitsmarktpolitik ausgerichtet wurde. 

In einem Nachruf auf Hans Katzer bezeichnet der CDU-Politiker Norbert Röttgen ihn als »Erfinder der Sozialpartnerschaft«. Weiter sagt er: »Mit geschickt eingesetzten Rücktrittsdrohungen verhinderte der CDU-Politiker oft soziale Einschnitte und sicherte die dynamische Rente. Er trotzte dem Wirtschaftsflügel seiner Partei – trotz schmerzlicher Niederlagen – eine nahezu paritätische Mitbestimmung in Großbetrieben ab. Für viele Unternehmer war er ein »schwarzer Kommunist« oder ein »Herz-Jesu-Marxist«.

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