Sanierung der Alten und der Neuen Trauerhalle

Im Jahr 2010 hatte der Melaten-Friedhof seinen 200sten Geburtstag. Aus diesem Anlass hat der damalige Freundeskreis Melaten, heute Förderverein, die im 19. Jahrhundert erbaute Alte Trauerhalle für eine eindrucksvolle Ausstellung genutzt. Dr. Susanne Franke, langjährige Vorsitzende, schwärmt immer noch vom großen Zuspruch, den diese Aktion durch viele Besucher:innen erfuhr. Weniger schwärmt sie von der, nennen wir es: distanzierten Kooperationsbereitschaft der Stadt Köln. Auch die Idee, den nicht mehr benutzten Raum mit einem Café attraktiv zu gestalten, rief keine Reaktion hervor, nicht einmal, als sich eine nennenswerte Summe als Investitionsanschub auftat.

Jetzt tut sich etwas mit der Alten Trauerhalle. Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, ein Kolumbarium zu errichten. Nach der Restauration der Halle, die sich insbesondere um die marode Dachkonstruktion, aber auch um die Abdichtung zum Boden hin kümmern wird, sollen 504 Kammern für 1008 Urnen an den Wänden errichtet werden. Damit soll dem Trend zur Einäscherung der Verstorbenen Genüge getan werden.
Wer die genauen Pläne zur Gestaltung des Kolumbariums einsehen will, kann uns gerne eine Mail schreiben: bernd@melatenfriedhof.de

Wenn es eine Alte Trauerhalle gibt, dann natürlich auch eine »Neue«: Sie wurde 1955 am Haupteingang an der Piusstraße errichtet und soll nun auch saniert werden.
In der Pressemitteilung der Stadt Köln vom 24.03.2022 heißt es: »Erneuerung der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes von 1955«

Die denkmalgeschützte Trauerhalle am Haupteingang des Friedhofs Melaten an der Piusstraße ist in die Jahre gekommen. Daher plant die Stadt Köln im Rahmen der üblichen Instandhaltung eine umfassende Sanierung des 1955 errichteten Gebäudes. Geplant ist eine notwendige Erneuerung der Klinkerfassade, zudem werden weitere Gebäudebestandteile geprüft und gegebenenfalls saniert. Die Trauerhalle steht zur Durchführung von Trauerfeiern zunächst weiterhin zur Verfügung.

Um die weitere Nutzung der Halle und des angrenzenden Vorplatzes zu ermöglichen, wurden vorsorglich Sicherungsmaßnahmen an der Fassade durchgeführt. Die Sanierungsarbeiten werden in den kommenden Wochen geplant und ein Zeitplan erarbeitet. Dann können auch die Gesamtkosten für das Projekt geschätzt werden. Zudem wird eine Übergangslösung zur Durchführung von Trauerfeiern auf dem Friedhof während der Bauphase vorbereitet.

Quellen

BESCHREIBUNG QUELLE
Foto der Trauerhalle Bernd Woidtke

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